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Ein Leben ohne Google, Facebook, Amazon, Apple und Windows – der Selbstversuch
Ein Leben ohne Google, Facebook, Amazon, Apple und Windows – der Selbstversuch
( Link zum Originalbild | Urheber: 377053 | Pixabay | CC0 Public Domain )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

Mit Apple und Windows hantieren ist für die meisten Deutschen mindestens genauso selbstverständlich geworden wie Pünktlichkeit und Autofahren. Man hinterfragt das nicht mehr, das wird einfach so gemacht.

Die großen deutschen Zeitungen berichten deshalb auch gerne und viel über neue Features der Tech-Giganten und den richtigen Umgang mit deren Software. DER SPIEGEL bescheibt, wie man verschiedene Android Apps am besten nutzt, während DIE SÜDDEUTSCHE ZEITUNG vergleicht, welche iPhones am besten sind. DIE WELT erklärt, wie man Facebook erfolgreich für eigene Business-Zwecke zu nutzen.

Kurzum: Dass man Facebook, Apple und Windows benutzt, wird nicht debattiert. Wenn dann, geht es um das wie.

Dabei ahnen die meisten: Die Tech-Giganten leben von unseren persönlichen Daten, verkaufen sie weiter und machen damit Profit. Der Journalist Daniel Oberhaus hat fürs VICE Magazin deshalb einen Selbstversuch gestartet: Er versucht sich daran, ein Leben ganz ohne die „Big Five“, das heißt Google, Facebook, Windows, Apple und Amazon, zu führen. „Ich wollte wissen, ob ich ohne die die fünf leben kann und nur von open-source und unabhängigen Softwares ausgehen kann,“ erläutert Oberhaus.

Der Journalist beschreibt wie er selbst vorgegangen ist und gibt praktische Tipps, wie man anfangen kann, wenn man nicht mehr sein Privatleben mit der Big Five teilen will. Erster Schritt: Facebook, Whatsapp und Instagram löschen und durch andere Apps oder klassische SMS ersetzen – zum Beispiel durch Telegram, eine verschlüsselte Chat-App. Dann sollte das Handy mit einer alternativen Software eingerichtet werden. Der Journalist hat sich fürs Sailfish Operativsystem entschieden. Und so weiter, vom Computer-OS zu den Streaming-Plattformen.

Im Selbstversuch beschreibt Oberhaus aber auch, dass das Experiment nicht nur Spaß gemacht hat. Für den Journalist war es oft schwierig, mit Kollegen und Freuden, die die Big-Five Services benutzten, zu kommunizieren. Auf jeden Fall sei seine Erfahrung empfehlenswert. Nur so könne man wirklich verstehen, wie sehr man von den Tech-Giganten im Alltag abhängig ist. Und gleichzeitig lerne man dadurch, dass das Leben auch ohne geht:

„Ich war mir fast sicher, dass ich nach dem Experiment sehr gerne zu den Big-Five Softwares zurückkehre. Während der vier Wochen habe ich allerdings herausgefunden, dass der Wechsel auf unabhängige Alternativen mein Leben nicht so negativ beeinflußt.“

 

Hier entlang zum Originalbeitrag.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Veronika Caslavska
Kommt aus:Kommt aus Prag, studiert gerade in Leipzig.
Politische Position:Eine aktive Zivilgesellschaft, die sich für Politik interessiert und einsetzt, ist unersetzlich, damit die Demokratie am Leben bleibt. Deshalb setze ich mich für zivilgesellschaftliches Engagement und politische Bildung ein.
Arbeitet für/als:Studentin der Journalistik und Medienwissenschaften an der Karls-Universität in Prag und Universität Leipzig. Journalistin und Copywriterin.
Was Sie noch wissen sollten:Veronika hat für mehrere tschechische Zeitschriften gearbeitet, unter anderem für Newsweek, Respekt und Reporter. Sie schreibt über Zivilgesellschaft, über Gesellschaftsthemen allgemein, aber auch über Architektur und Design.
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