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Wir müssen auch in Freundschaften klare Grenzen setzen – nicht nur in Beziehungen
Wir müssen auch in Freundschaften klare Grenzen setzen - nicht nur in Beziehungen
( Link zum Originalbild | Urheber: rawpixel | Pixabay | CC0 Public Domain )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

dass wir in einer Beziehung Grenzen setzen müssen, scheint relativ einleuchtend. Wie soll der Partner wissen, dass wir wütend, eifersüchtig, enttäuscht sind, wenn wir es ihm nicht sagen? Dass wir auch in Freundschaften und familiären Beziehungen Grenzen setzen müssen, ist schon nicht mehr so selbstverständlich – dabei können auch diese Beziehungen davon profitieren, dass wir sagen, wenn uns  etwas nicht passt. Das ist die Aussage eines Textes von Leila Ettachfini auf der Seite BROADLY, den wir heute empfehlen.

Ettachfini spricht in dem Text von ihren eigenen Erfahrungen und nennt sie als Beispiele für Fälle, in denen sie hätte Grenzen ziehen sollen. Dazu gehört: Ihre Mutter rief immer Samstagabend um 22 Uhr an; Eine Freundin schickte lange Nachrichten, während sie selbst in der Arbeit war. Die Autorin habe in beiden Fällen nichts gesagt, obwohl sie genervt war, beschreibt sie.

 

„Grenzen haben mit Respekt zu tun“

Eine Paar- und Familientherapeutin habe ihr schließlich klar gemacht: „Grenzen haben mit Respekt zu tun.“ Mit ihnen könne man bestimmtes Verhalten einschränken, das einem unangenehm sei, zitiert Ettachfini die Therapeutin. Wichtig sei dabei, seine Wünsche klar zu kommunizieren und die eigenen Regeln zu verteidigen. Das Ganze habe schließlich nicht den Sinn einen Keil zwischen die Beteiligten zu treiben – sondern den, die Beziehung zu verbessern.

„Viele denken vielleicht als Erstes an intime Beziehungen, wenn es ums Grenzen setzen geht, dabei kann jede Art von zwischenmenschliche Beziehung davon profitieren. Denn wenn du einem Mitmenschen eine Grenze setzt, so Dr. Henry, ‚erkennt die Person an, dass man mit dir nicht beliebig umgehen kann und dass es Bedingungen für eure Beziehung gibt. Egal, ob es sich um eine Kollegin, einen Freund oder eine lose Bekanntschaft handelt.‘“

 

Hier entlang zum Originalbeitrag.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

 

Wer steckt dahinter?

Nadja Tausche
Kommt aus:München
Politische Position:Versucht, alle politischen Richtungen zumindest neutral zu betrachten
Arbeitet für/als:Arbeitet als freie Journalistin unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Das Erste und The Buzzard
Was Sie noch wissen sollten:Nadja Tausche hat im bayerischen Eichstätt und in Barcelona Journalistik studiert.
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