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Wie der „Shutdown“ in den USA die Ureinwohner trifft
Wie der „Shutdown“ in den USA die Ureinwohner trifft
( Link zum Originalbild | Urheber: rmadison | Pixabay | Pixabay License )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

im Laufe dieser Woche hat Donald Trump noch einmal klar gemacht: Er wird sich im Haushaltsstreit mit den Demokraten nicht von seiner Forderung abbringen lassen. Der US-Präsident fordert weiterhin einen Haushalt, der rund fünf Milliarden Dollar für eine Abschottung der Grenze zu Mexiko vorsieht (inzwischen spricht er von einem Zaun, nicht mehr von einer Mauer). Seine etwa zehnminütige Rede an die Nation, zur besten Sendezeit in den USA ausgestrahlt, machte deutlich, dass ein Kompromiss nicht absehbar ist. Ein Gespräch mit führenden Demokraten am Mittwoch brach Trump dann ergebnislos ab. Der so genannte „Government Shutdown“ dauert also weiter an; tausende Regierungsmitarbeiter werden nicht bezahlt.

Die Auswirkungen werden inzwischen immer stärker sichtbar – etwa durch vermehrte Krankmeldungen derjenigen, die trotz ausbleibender Bezahlung weiter arbeiten müssen, um Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten.

Eine wenig beachtete Folge der Haushaltssperre beleuchtet ein Beitrag vom DEUTSCHLANDFUNK, den wir heute empfehlen: Die Reservate der amerikanischen Ureinwohner trifft der Shutdown besonders hart. So finanziert die Bundesregierung in Washington D.C. (über das Büro für Indianerangelegenheiten) wesentliche Teile des Gesundheitswesens sowie der Lebensmittelversorgung.

Auf Basis von Verträgen zwischen den Stämmen und der Regierung, die um die 200 Jahre alt sind, hat sich eine finanzielle Abhängigkeit ergeben, die bei einer solchen Haushaltssperre für enorme Probleme sorgt. Stammesvertreter fordern daher seit Langem mehr Spielraum zur finanziellen Selbstverwaltung. Mancherorts werden entsprechende Maßnahmen schon praktiziert, um Rücklagen zu schaffen, doch auch diese Gelder reichen nicht ewig.

 „Die alten Verträge haben die Zusicherung, dass der Staat für immer und ewig für die Indianer sorgt. Mit Gesundheit, Bildung, Lebensmittel. Das hat abhängig gemacht. Konkret heißt das zum Beispiel: Ein Geschäft in einem Reservat bekommt die Lebensmittel vom Staat. Staatliche Lastwagen bringen sie.“

 

Hier entlang zum Originalbeitrag.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Frank Kaltofen
Kommt aus:Immer Thüringer gewesen, jetzt in Leipzig
Arbeitet für/als:Redakteur in verschiedenen Kontexten
Was Sie noch wissen sollten:Studierter Politikwissenschaftler und jetzt Schreiberling. Interessiert an Menschen und ihren Geschichten. Schreibt seit 2007, am liebsten über Kulturelles & Zeitgeschichtliches.
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