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Endlich verändert sich die US-Außenpolitik
Endlich verändert sich die US-Außenpolitik
( Link zum Originalbild | Urheber: pixel2013 | Pixabay | CC0 Public Domain )

Das Argument in Kürze:

Der Abzug der US-Truppen aus Syrien ist der erste Schritt hin zu einer vernünftigen Außenpolitik, findet zumindest der demokratische Kongressabgeordnete Ro Khanna. Sein Gastbeitrag in der WASHINGTON POST konzentriert sich vor allem auf die Einschätzung, dass die USA mit ihrem Engagement in Syrien gegen geltendes Völkerrecht verstoßen.

Militärische Einmischung sollte nicht mehr Teil der US-Politik sein

Die UN haben einem Eingriff in Syrien bislang nicht zugestimmt. Damit ist die Entsendung von Truppen nach Syrien formal gesehen Unrecht. Schon deshalb sei es korrekt, die US-Soldaten aus dem Kriegsgebiet zurückzuholen. Auch der Kongress hat gegen eine Entsendung nach Syrien gestimmt. Somit werden laut Khanna durch Trumps Entscheidung die rechtmäßigen Verhältnisse wiederhergestellt.

Der militärische Vorstoß sei sowieso nicht zielführend. Nicht nur in Syrien, auch in Afghanistan, wo die Taliban inzwischen sogar mehr Landesteile kontrollieren als noch vor dem Einmarsch der USA, zeige sich die Unsinnigkeit einer militärischen Intervention. Khanna fordert deshalb nicht nur einen Rückzug aus diesen beiden Ländern, sondern auch aus dem Jemen. Dort haben die USA zwar nur indirekt interveniert, aber auch die Unterstützung für Saudi-Arabien sollte unverzüglich eingestellt werden.

Diplomatie und Humanitäre Hilfe gefordert

Die US-Außenpolitik müsse endlich neu gedacht werden: Konflikte sind nicht mehr durch militärische Interventionen zu lösen, das zeigt der Blick in die Vergangenheit: Vietnam, Somalia, Afghanistan reihen sich auf als Illustration des amerikanischen Versagens. Deshalb müsste sich die USA eher als diplomatischer Vermittler zwischen den Konfliktparteien hervortun und für einen stabilen Frieden sorgen.

Gleichzeitig sollte die humanitäre Hilfe in Krisenregionen verstärkt werden – dazu gehöre auch, mehr Geflüchtete aufzunehmen. Die Frage darf nicht mehr sein, ob, sondern wie und wann die Truppen aus Syrien abgezogen werden. Das sei nur der nächste logische Schritt zu einer Wende in der amerikanischen Außenpolitik.

 

„Ich bin nicht naiv, ich sehe die tiefen Gräben, die uns spalten. Aber wenn es darum geht, Amerikas Rolle als globaler Anführer zu stärken, sollten wir uns darauf konzentrieren, unsere Möglichkeiten und Talente bei uns zuhause zu stärken und damit ein Vorbild für die ganze Welt zu sein.“

Der Artikel wurde empfohlen von: Maika Schmitt

Wer steckt dahinter?

Ro Khanna
Kommt aus:USA
Arbeitet für/als:Demokratischer Kongressabgeordneter für Kalifornien
Was Sie noch wissen sollten:Studierte Jura in Chicago, initiierte eine der ersten Anti-Irakkrieg-Kampagnen 2003 und sitzt im Armed Service Comittee
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

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