Zurück zur Debattenübersicht
Trumps Entscheidung hinterlässt ein gefährliches Machtvakuum in Syrien
Trumps Entscheidung hinterlässt ein gefährliches Machtvakuum in Syrien
( Link zum Originalbild | Urheber: kalhh | Pixabay | CC0 Public Domain )

Das Argument in Kürze:

Der Rückzug der USA, schreibt Marwan Kabalan bei AL JAZEERA, dürfte das fragile Gleichgewicht in Syrien zerstören. Im Nahen Osten drohe ein Krieg „aller gegen alle“.

Die USA hinterlassen Chaos im Land

Marwan Kabalans Prognose fällt fatalistisch aus: Trumps Ankündigung, glaubt er, sei die einschneidendste Entwicklung in Syrien seit der russischen Intervention im Herbst 2015. Sie leite eine völlig neue Dimension des Konfliktes ein.

Problematisch ist demnach nicht nur, dass der IS – anders als von Trump ursprünglich behauptet – keinesfalls besiegt ist. Die zahlreichen Fronten des Konflikts, der nach Kabalans Meinung nur durch die wankelmütige US-Strategie so komplex werden konnte, drohen sich durch einen Abzug der US-Truppen erheblich zu verschärfen.

Gabalans Analyse ist ausgesprochen lesenswert, weil sie übersichtlich vermittelt, welche Interessen die einzelnen Konfliktparteien verfolgen und warum sie durch den Rückzug der USA noch aggressiver agieren könnten.

Die Konfliktparteien im Überblick

Russland dürfte seine Aktivitäten im von der US-Koalition gehaltenen Osten des Landes verstärken, wo große Teile der Öl- und Gasvorkommen liegen. Diese seien für Moskau im Syrien-Krieg elementar: Die Unterstützung für das Assad-Regime sei teuer und nur durch Zugriff auf die wertvollen Rohstoffe zu finanzieren.
Möchten Sie weiterlesen?

Jetzt einen Monat The Buzzard Premium kostenfrei testen und direkt weiterlesen!

Premium-Abo testen Schon dabei? Anmelden
Bitte anmelden um Zugriff auf diese Seite zu erlangen.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.