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In Afghanistan zerstört der Abzug der US-Truppen die Hoffnung auf Frieden
In Afghanistan zerstört der Abzug der US-Truppen die Hoffnung auf Frieden
( Link zum Originalbild | Urheber: US Department of Defense | Wikimedia Commons | CC0 Public Domain )

Das Argument in Kürze:

Trumps Plan für einen Truppenabzug aus Afghanistan vergibt eine wertvolle Chance, schreibt Michael Kugelman bei AL JAZEERA: Der US-Präsident will die Truppenstärke erheblich reduzieren, ohne von den Taliban eine Gegenleistung gefordert zu haben. Das erschwere die Friedensverhandlungen zwischen den Taliban und der afghanischen Regierung. Auch der politische Einfluss auf solche Verhandlungen schwinde mit der Entscheidung aus dem Weißen Haus.

Deal ohne Gegenleistung

Wie einst als Geschäftsmann, rühmt sich Donald Trump auch als Präsident der USA gern für seine erfolgreich abgeschlossenen Deals. Doch von einem Erfolg will Kugelman nicht sprechen, wenn es um die angekündigte Reduzierung der US-Truppenzahl in Afghanistan geht.

Besonders für Trumps Unterhändler in Afghanistan, Zalmay Khalilzad werde es in Zukunft schwer, sich bei der islamistischen Miliz Gehör zu verschaffen. Denn die Taliban mussten keine ihrer Positionen aufgeben, keine Zugeständnisse machen und erhielten dennoch aus Washington, was sie immer gefordert hatten: den Abzug der US-Soldaten aus Afghanistan. Von einem Deal könne also keine Rede sein.

Dabei waren die Taliban vor der Ankündigung Trumps noch zu Verhandlungen bereit: „Sie [die Taliban, Anm. d. Red.] sagten mir, wir könnten sie nicht besiegen“,

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