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Wir sollten es alle wie Robert Habeck machen – und uns bei Facebook & Co. abmelden
Wir sollten es alle wie Robert Habeck machen - und uns bei Facebook & Co. abmelden
( Link zum Originalbild | Urheber: Olaf Kosinsky | Wikimedia Commons | CC BY SA 3.0 )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

das neue Jahr hat mit einem digitalen Paukenschlag gestartet. Über Twitter-Accounts wurden teils private Daten von Politikerinnen und Politikern und Prominenten veröffentlicht. Mehrere hundert Personen sind von dem Datenleak betroffen. Auch der Bundesvorsitzende der Grünen Robert Habeck. Von ihm und seiner Familie wurden unter anderem Urlaubsfotos und Chats mit Familienmitgliedern veröffentlicht. Habeck stellte deswegen eine Strafanzeige gegen Unbekannt. Und zog noch eine weitere Konsequenz: Er kündigte sein Twitter- und sein Facebook-Konto.

Auch wegen eines heftig kritisierten Wahlkampf-Videos, in dem er gesagt hatte: „Wir versuchen, alles zu machen, damit Thüringen ein offenes, freies, liberales, demokratisches Land wird, ein ökologisches Land.“ Ähnlich viel Kritik hatte er zuvor schon für ein ähnliches Video geernet, in dem er gesagt hatte: „Endlich gibt es wieder Demokratie in Bayern“ Habeck argumentierte, Twitter mache ihn aggressiver, lauter, polemischer und zugespitzter. Und entschied, auszusteigen

Wenn es nach Christian Alt von BR24 geht, sollten wir alle es ihm gleichtun. In einem mahnenden Text erinnert er an all die Probleme, die die sozialen Netzwerke 2018 hatten – und ihre Implikationen für die reale Welt. Die sozialen Netzwerke machten die Spaltung der Gesellschaft nicht nur sichtbar, sie förderten sie auch. Der Hass, der in sozialen Netzwerken digital geschürt werde, müsse sich zwangsweise auch in der Realität irgendwann entladen – schon alleine aus statistischen Gründen. Die beste Lösung sei es deswegen, solche Netzwerke einfach kollektiv nicht mehr zu nutzen. Die Online-Community bewege sich dafür schon in die richtige Richtung.

„Es wird nicht mehr geliked, nicht mehr geshared, nicht mehr über jedes Stöckchen gesprungen, das einem die hauptberuflichen Provokateure hinhalten. Gerade junge Menschen fliehen aus den sozialen Netzwerken. Facebook hat endgültig den Nimbus des freundlichen und weltoffenen Konzerns verloren.“

Hier entlang zum Originaltext.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Alisa Sonntag
Kommt aus:Ursprünglich aus dem Raum Chemnitz, aktuell in Leipzig.
Politische Position:Arbeitet bei THE BUZZARD, weil sie möglichst viele Menschen ermutigen möchte, die eigene Filterblase ab und an mal zu verlassen.
Arbeitet für/als:Studiert in Halle an der Saale "Multimedia und Autorschaft" und "International Area Studies" im Master. Arbeitet unter anderem für The Buzzard, die Mitteldeutsche Zeitung und die Freie Presse Chemnitz als freie Journalistin.
Was Sie noch wissen sollten:Hat ihr Bachelorstudium in Politik- und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

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