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Wie Messenger-Apps Nachrichten verschlüsseln – und auf was Nutzer achten müssen
Wie Messenger-Apps Nachrichten verschlüsseln  – und auf was Nutzer achten müssen
( Link zum Originalbild | Urheber: William Iven | Pixabay | CC0 Public Domain )

 Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

nachdem am Freitag bekannt geworden ist, dass private Daten zahlreicher Personen des öffentlichen Lebens geleakt worden sind, dürfte sich der eine oder andere die Frage stellen: Wie sicher ist eigentlich die eigene Kommunikation? Denn die veröffentlichten Informationen – Telefonnummern, Wohnanschriften und andere Personalausweisdaten, Mail- und Chatverläufe sowie Fotos – will wohl jeder schützen. Eine Form der Kommunikation sind Nachrichtendienste wie Whatsapp, Threema oder der Facebook-Messenger, sie verschlüsseln Nachrichten auf ganz verschiedene Weise.

Wie die einzelnen Nachrichtendienste dabei vorgehen und worauf Nutzer achten müssen, wird in einem Interview auf der Seite MOTHERBOARD deutlich. Autorin Karolin Schwarz spricht darin mit zwei Forschern der TU Hamburg, Roland Schilling und Frieder Steinmetz, sie beschäftigen sich mit den Verschlüsselungsprotokollen von Messenger-Apps. Eine der Erkenntnisse aus dem Text: Bei Telegram und dem Facebook-Messenger ist eine Verschlüsselung der Chats zwar möglich – sie ist aber nicht automatisch eingestellt. Bei den Diensten Whatsapp, Threema, Signal und Wire ist die Kommunikation dagegen automatisch gesichert. Der Mechanismus lasse sich auch nicht ausschalten, erklärt Schilling.

Welcher Messenger im Endeffekt der sicherste ist, lässt sich nach Ansicht der beiden Forscher nicht eindeutig feststellen. Jeder Verschlüsselungsmechanismus habe verschiedene Vor- und Nachteile, sagen sie. Interessant ist, dass Whatsapp nach Meinung der Forscher nicht so schlecht abschneidet, wie man es erwarten könnte – gehört der Dienst doch zum Datenfänger Facebook. Am Facebook-Messenger selbst haben die Forscher in Sachen Verschlüsselung dagegen einiges zu kritisieren.

„Die Metadaten sind aber nicht nur für die Polizei und Geheimdienste interessant. Einige Firmen stehen Schlange, um genau die Metadaten, die wir so tagtäglich mit unserem Smartphone produzieren, zu kaufen. Riskant wird es, wenn ein Messenger-Betreiber unter finanziellem Druck steht, also rentabel wirtschaften muss. (…) Und dann fällt denen auf, dass sie mit den Daten, die sich von ihren Nutzern täglich zugespielt bekommen, auch noch einen anderen Markt bedienen können.“ (Roland Schilling)

 

Hier entlang zum Originalbeitrag.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Nadja Tausche
Kommt aus:München
Politische Position:Versucht, alle politischen Richtungen zumindest neutral zu betrachten
Arbeitet für/als:Arbeitet als freie Journalistin unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Das Erste und The Buzzard
Was Sie noch wissen sollten:Nadja Tausche hat im bayerischen Eichstätt und in Barcelona Journalistik studiert.
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