Zurück zu allen Tagesempfehlungen
Die Kuh als Klima-Killer? Wie Viehzucht das Klima schützen kann
Die Kuh als Klima-Killer? Wie Viehzucht das Klima schützen kann
( Link zum Originalbild | Urheber: U. Leone | Pixabay | CC0 1.0 )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

im neuen Jahr weniger Fleisch essen – das haben sich laut einer aktuellen Emnid-Umfrage im Auftrag von Greenpeace mehr als die Hälfte der gut 1.000 Befragten vorgenommen. Mancher wird im neuen Jahr vielleicht auch ganz auf tierische Produkte verzichten. Wer mit seinem persönlichen Konsumverhalten das Klima schützen will, scheint an solchen Maßnahmen kaum vorbei zu kommen, gelten doch Fleischkonsum und die damit verbundene Tierzucht als echte Klima-Killer, die wesentlich für den Ausstoß von Treibhausgasen verantwortlich sind. Unter anderem gibt es daher Forderungen, Fleischprodukte zu verteuern sowie stärker die vegetarische Ernährung zu bevorzugen.

Dass Kuh und Co. jedoch auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können, zeigt ein Beitrag auf JSTOR DAILY. Die Journalistin Lela Nargi beschreibt anhand von Praxisbeispielen und wissenschaftlichen Erkenntnissen, wie Weide- und Viehwirtschaft – richtig praktiziert – die Einlagerung von CO2 im Boden fördern und zudem für größere Biodiversität sorgen können.

Oft mitverantwortlich für das Erodieren von Böden, könnte die Landwirtschaft eine wesentliche positive Rolle spielen – und zwar nicht obwohl, sondern gerade weil sie enorme Flächen auf dem Erdball einnimmt. Der Effekt einer veränderten Nutzung wäre dadurch enorm. Nargi führt hier das Managed Grazing an, bei dem den Weideflächen Erholungszeiten gelassen werden, sie jedoch regelmäßig durch Viehwirtschaft genutzt werden. Die Einlagerung von Treibhausgasen in den Böden könnte so sogar den Ausstoß von Methan durch die Viehherden mit kompensieren.

Ein völliger weltweiter Verzicht auf Viehwirtschaft – auch zur Fleischerzeugung – ist laut Experten, so erläutert Nargi, wenig realistisch angesichts der rasant ansteigenden Weltbevölkerung. Umso wichtiger seien Anpassungen der momentanen Bewirtschaftung von Weideflächen:

„Unter den richtigen Bedingungen können Rinder, Schweine und Schafe dabei helfen, das Problem erodierender Böden abzumildern und ein gesundes Ökosystem aufrecht zu erhalten, wodurch wiederum Kohlendioxid im Erdboden eingeschlossen bleibt.“

 

Hier entlang zum Originalbeitrag.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Frank Kaltofen
Kommt aus:Immer Thüringer gewesen, jetzt in Leipzig
Arbeitet für/als:Redakteur in verschiedenen Kontexten
Was Sie noch wissen sollten:Studierter Politikwissenschaftler und jetzt Schreiberling. Interessiert an Menschen und ihren Geschichten. Schreibt seit 2007, am liebsten über Kulturelles & Zeitgeschichtliches.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.