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Wasserknappheit ist ein rasant wachsendes Problem – ganz besonders in China
Wasserknappheit ist ein rasant wachsendes Problem – ganz besonders in China
( Link zum Originalbild | Urheber: 3345408 | Pixabay | CC0 )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

die deutsche Berichterstattung über China befasst sich vor allem mit dessen wachsender Macht, wirtschaftlich und geopolitisch. Wann wird „das Reich der Mitte die USA überrunden?„, fragt sich das ZDF in einer heute ausgestrahlten Doku. „Wer hat Angst vor China?„, titelt die FAZ und widmet sich möglichen globalen Konflikten. Arte porträtiert den Quasi-Dikatator Xi Jinping, und die Frankfurter Rundschau rekapituliert den „Aufstieg einer Supermacht„.

Dass Chinas Aufstieg auf Kosten der Umwelt geht, ist dabei nichts Neues. Und dennoch hat mich das Dossier von Ursula Rissmann-Telle und Doro Schreier auf dem Blog Netzfrauen überrascht. Sie haben Fakten zum Thema Wassermangel gesammelt, und die Tragweite des Problems wird nur allzu deutlich. Bereits ein Großteil des nördlichen Chinas hat mit akuter Wasserknappheit zu kämpfen. Während der vergangenen 25 Jahre sind im ganzen Land rund 28.000 Flüsse ausgetrocknet. Der Gebrauch von Pestiziden und Dünger hat 70 Prozent des chinesischen Grundwassers für den menschlichen Gebrauch verdorben. Und so weiter.

Die Wasserkrise sei, so die beiden Bloggerinnen, ein wachsendes Problem, weil es mit der Veränderung des Klimas nur schlimmer werden könne und damit eine Bedrohung für Chinas gesellschaftliche Stabilität. Ihr Fazit:

„Nach nunmehr drei Jahrzehnten ungebremsten Wachstums leidet Chinas Bevölkerung besonders unter den starken Umweltschäden. Die Luft und das Wasser sind stark verschmutzt. Bereits mehr als 40 Prozent des Ackerlands sind verseucht, und bereits 2002 warnten chinesische Wasserexperten, dass China im Jahr 2030 in der Wasserkrise stecken könnte. Doch schon jetzt leidet China unter verseuchtem Trinkwasser. Die horrende Wasserverschmutzung, die als Schattenseite des chinesischen Wirtschaftswunders gilt, wird immer schlimmer und bedroht die chinesische Gesellschaft.“

 

Hier entlang zum Originalbeitrag.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Maurus Jacobs
Kommt aus:Geboren in Kalifornien, aufgewachsen bei Hamburg, jetzt in Leipzig
Politische Position:Hat großes Interesse, komplexe Debatten in ihrer Vielfalt, aber übersichtlich darzustellen
Arbeitet für/als:Arbeitet für eine Hamburger Medienagentur
Was Sie noch wissen sollten:Maurus hat in Hamburg für die Bergedorfer Zeitung und Die Welt geschrieben. Er studiert am Deutschen Literaturinstitut.
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