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Soziale Medien schwächen die Demokratie
Soziale Medien schwächen die Demokratie
( Link zum Originalbild | Urheber: Randy Colas | unsplash | Unsplash License )

Das Argument in Kürze:

US-Präsident Donald Trump ist das oft zitierte Paradebeispiel, aber beileibe nicht das einzige Symptom der Entwicklung, die Alexandra Samuel beklagt: Die politische Kultur hat sich durch das Internet und die mit ihm verbundenen Möglichkeiten stark verändert. Das betrifft vor allem die informellen Spielregeln des demokratischen Prozesses, die durch die sozialen Medien ausgehöhlt werden.

Ungeschriebene Regeln der Demokratie unter Beschuss

Die Autorin macht klar, man dürfe diesen Wandel nicht (nur) als individuelle Aussetzer im Verhalten von Einzelnen – etwa eines twitternden Präsidenten – verharmlosen. Sie sieht das gemeinsame ungeschriebene Regelwerk der Demokratie bedroht. Als wichtigsten Faktor nennt sie das Desinteresse beziehungsweise sogar die Ignoranz gegenüber Fakten. Diese Entwicklung sei eng verbunden mit dem Aufstieg sozialer Medien zum Massen-Informationsmedium, das eben auch für Desinformation genutzt werden kann. Hier erinnert sich mancher vielleicht an den „Fall Lisa“ von Anfang 2016 oder die im US-Wahlkampf 2016 gestreute Falschmeldung über einen angeblich von Hillary Clinton betriebenen Kinderpornoring.

Der vielversprechende Gedanke, dass durch soziale Medien jeder Nutzer vom passiven Konsumenten zum aktiven Gestalter der Medien wird, zeigt für Alexandra Samuel seine hässliche Kehrseite: Jeder könne Informationen verbreiten, unabhängig von deren Wahrheitsgehalt.

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