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Extrem-Klima-Jahr 2018: Wäre Geoengineering die Lösung?
Extrem-Klima-Jahr 2018: Wäre Geoengineering die Lösung?
( Link zum Originalbild | Urheber: WikiImages | Pixabay | CC0 1.0 )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

kaum ein Thema hat das ausgehende Jahr so häufig bewegt wie die extremen Klimaphänomene: Hitzerekorde und Trockenheit, andernorts Starkregen, Überschwemmungen oder Hagel. In Griechenland und Kalifornien brannten die Wälder; Wasserstraßen wie der Rhein führten Niedrigwasser. Immer wieder musste 2018 die Formulierung „erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnungen“ bemüht werden. „Heißzeit“ wurde schließlich zum Wort des Jahres auserkoren.

Wie sahen die Reaktionen aus? Der Kohleausstieg rückte in Deutschland durch den Protest im Hambacher Forst stärker in den Fokus der Öffentlichkeit; die Europäische Union beschloss zuletzt, die Grenzwerte beim CO2-Ausstoß für Neuwagen bis 2030 erneut zu verschärfen.

Aber – reicht das? Viele sagen: nein.

Was also tun? Wir empfehlen zu dieser Frage heute eine Diskussion zwischen einem Sozial- und einem Naturwissenschaftler zu einer umstrittenen Maßnahme: der bewussten Manipulation des Klimas durch gezielte Eingriffe, bezeichnet als Geoengineering (oder im Englischen auch climate engineering). So sollen der Klimawandel und seine Folgen in Schach gehalten oder gar zurückgedrängt werden. Meist handelt es sich dabei um biochemische Technologien.

Die zwei wesentlichen Ansätze sind das solar radiation management (SRM) – also die Sonneneinstrahlung auf die Erde zu beeinflussen und so für Abkühlung zu sorgen – sowie greenhouse gas removal (GGR), das die Menge an Treibhausgasen in der Atmosphäre verringern soll. Andere Vorhaben zielen beispielsweise auf künstlich erzeugten Niederschlag, etwa in China. Kritiker sehen in solchen Eingriffen die Gefahr, ein bestehendes Problem wie den derzeitigen, menschengemachten Klimawandel mit einem noch größeren, unberechenbaren Risiko zu ersetzen.

Der Beitrag auf THE CONVERSATION lässt im Wechsel beide Wissenschaftler zu Wort kommen und sich über die Chancen und Risiken der Technologien austauschen. Spannend ist dies vor allem, da es sich zwar bei beiden um Experten, jedoch aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen handelt.

Hier entlang zum Originalbeitrag.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit, unter anderem zu Fragen von Umwelt und Nachhaltigkeit.

Wer steckt dahinter?

Frank Kaltofen
Kommt aus:Immer Thüringer gewesen, jetzt in Leipzig
Arbeitet für/als:Redakteur in verschiedenen Kontexten
Was Sie noch wissen sollten:Studierter Politikwissenschaftler und jetzt Schreiberling. Interessiert an Menschen und ihren Geschichten. Schreibt seit 2007, am liebsten über Kulturelles & Zeitgeschichtliches.
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