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Geschenke lösen im Gehirn dieselben Botenstoffe aus wie Drogen – warum es gesünder ist, auf Geschenke zu verzichten
Geschenke lösen im Gehirn dieselben Botenstoffe aus wie Drogen - warum es gesünder ist, auf Geschenke zu verzichten

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

schon sind  sie wieder vorbei, die Weihnachtsfeiertage. Und es ist jedes Jahr dasselbe: Man nimmt sich vor, ein friedliches und ruhiges Fest zu genießen und kommt am Ende wegen der Geschenke doch in Stress. Die Innenstädte waren auch dieses Jahr  kurz vor Heiligabend wieder voll von gehetzten Gesichtern, überforderten und gereizten Weihnachtsshoppern und genervten Verkäufern.

Viele Medien nehmen das zum Anlass praktische Ratgeber zu veröffentlichen, wie man die richtigen Geschenke findet, zum Beispiel DIE ZEIT oder die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG. In der Hoffnung, dass bessere Weihnachtsvorbereitung dabei hilft, ruhigere Festtage zu verbringen.

Wir empfehlen heute einen Beitrag aus dem DEUTSCHLANDFUNK, der meint: Diese Hoffnung kann nur enttäuscht werden. Statt uns noch mehr Gedanken über Weihnachtsgeschenke zu machen, sollten wir lieber auf Geschenke verzichten. Familien erläutern im Beitrag, warum es ihnen besser geht, seitdem sie nichts mehr schenken. Und es wird erklärt, was Weihnachtsgeschenke mit Drogen gemeinsam haben. So meint die Bloggerin Petra Umlauf: Der Weihnachts-Kaufrausch sei eine Suchtkrankheit. Umlauf gibt auf www.minimalismus21.de Tipps, wie man minimalistisch leben kann. Ihr Fazit zu Weihnachtsgeschenken: „Wir brauchen immer mehr von dem Krempel in immer kürzerer Zeit, um überhaupt auf unseren Endorphin-Schub zu kommen“.

Laut Cornelia Sebald, einer Familienmutter aus München, vermeidet ein Weihnachten ohne Geschenke Enttäuschungen und führt dazu, dass man die Feiertage eher geistig als materiell genießt. Das Fazit des Beitrags: Nur, wer aufhört materielle Geschenke zu machen, kann zum ursprünglichen Sinn des Weihnachtsfestes zurückkehren. Vielleicht kein schlechter Vorsatz fürs neue Jahr.

„Ein bisschen so, wie wenn Sie anfangen, Alkohol zu trinken oder Drogen zu nehmen: Sie brauchen immer mehr von diesem Stoff, damit der Rausch der gleiche ist. Es gibt interessante Studien, die zeigen, dass die Botenstoffe, die ja de facto während eines Kaufprozesses ausgeschüttet werden, sich immer schneller verflüchtigen.”

 

Hier entlang zum Originalbeitrag.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Veronika Caslavska
Kommt aus:Kommt aus Prag, studiert gerade in Leipzig.
Politische Position:Eine aktive Zivilgesellschaft, die sich für Politik interessiert und einsetzt, ist unersetzlich, damit die Demokratie am Leben bleibt. Deshalb setze ich mich für zivilgesellschaftliches Engagement und politische Bildung ein.
Arbeitet für/als:Studentin der Journalistik und Medienwissenschaften an der Karls-Universität in Prag und Universität Leipzig. Journalistin und Copywriterin.
Was Sie noch wissen sollten:Veronika hat für mehrere tschechische Zeitschriften gearbeitet, unter anderem für Newsweek, Respekt und Reporter. Sie schreibt über Zivilgesellschaft, über Gesellschaftsthemen allgemein, aber auch über Architektur und Design.
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