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Warum negative Nachrichten unser Weltbild verzerren
Warum negative Nachrichten unser Weltbild verzerren
( Link zum Originalbild | Urheber: Steve Davis | flickr.com | CC-BY-SA 2.0 )

Das Argument in Kürze

Die Berichterstattung wird weltweit immer negativer, schreibt Steven Pinker im britischen GUARDIAN. Der große Anteil schlechter Nachrichten in den Medien lässt uns denken, dass sich die Zustände in der Welt mehr und mehr verschlechtern. Pinker, ein kanadisch-amerikanische Psychologe und Wissenschaftsautor, sieht einen Grund dafür in der Psychologie: Negative Nachrichten halten Menschen für wichtiger als positive, weil sie den menschlichen Urtrieb bedienen gegen Bedrohungen vorbereitet zu sein. Deshalb setzten sich negative Nachrichten im Kampf um Aufmerksamkeit oft durch. Die Folge: Wir sehen die Welt nicht so, wie sie wirklich ist, meint Pinker.

„If it bleeds, it leads“

Durch unzählige Kanäle informieren wir uns täglich darüber, was in unserer Stadt, unserem Land und in der Welt geschieht. Die Auswahl der Nachrichten, die uns in immer höherer Anzahl und Frequenz erreichen, treffen meist Journalisten. Ihre Auswahlkriterien, kritisiert Pinker, scheinen oft durch ein Motto geprägt zu sein: Je blutiger, desto besser.

Analysen von Artikeln der New York Times zwischen 1945 und 2005 scheinen zu belegen, dass der Ton der Nachrichten im Laufe der Zeit immer negativer geworden ist. Wörter wie „schrecklich“ oder „entsetzlich“ wurden immer häufiger.

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