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Manche Frauen fühlen sich sehr wohl in ihrer Klischeerolle – sagt ein Mann, der sich zu Hause um die Kinder kümmert
Manche Frauen fühlen sich sehr wohl in ihrer Klischeerolle - sagt ein Mann, der sich zu Hause um die Kinder kümmert
( Link zum Originalbild | Urheber: Free-Photos | Pixabay | CC0 Creative Commons )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

in Sachen Gleichberechtigung haben wir schon große Fortschritte gemacht. Beispielsweise können Väter genauso wie Mütter in Elternzeit gehen, um ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Das soll helfen, Rollenklischees abzubauen, und verhindern, dass Erziehung und Haushaltsbetreuung reine Frauensache bleiben. Im bundesweiten Durchschnitt nehmen rund 35,7 Prozent der Väter diese Möglichkeit in Anspruch. In Sachsen ist die Option am beliebtesten: 46,7 Prozent der Väter nutzen sie dort. Familien mit Kindern bekommen das Elterngeld allerdings nur dann in vollem Umfang gezahlt, wenn sie die sogenannten „Partnermonate“ wahrnehmen. Im klassischen Rollenmodell, in dem ein Partner mehr arbeiten geht als der andere, muss der arbeitende Elternteil dann mindestens zwei Monate zu Hause bleiben. Sonst gibt es Geldeinbußen. Es sind genau diese beiden „Pflichtmonate“, die die meisten Väter sich für ihre Kinder nehmen. In der restlichen Zeit kümmert sich meist noch immer die Frau um die Kinder.

Wenn ein Mann ganz zu Hause bleibt, um sich um Kinder und Haushalt zu kümmern, während eine Frau Karriere macht, dann hat das also immer noch Seltenheitswert. Thomas Lücke ist so ein Mann. Dem SPIEGEL erzählt er, wie es sich anfühlt, „Hausmann“ zu sein. Für ihn sei vor allem die finanzielle Abhängigkeit von seiner Frau schwierig gewesen. Lücke sagt auch: Manche Frauen fühlen sich ein bisschen zu wohl in ihren Rollenklischees.

„Sowohl Männer wie auch Frauen sagten mir oft: ‚Thomas, super, ganz klasse, was du machst. Aber bei uns ginge das nicht.‘ Ihr Argument ist immer, dass der Mann halt mehr verdient. Aber ich habe oft gemerkt, dass das beide Seiten auch nicht anders wollen.“

Hier entlang zum Originalbeitrag.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Alisa Sonntag
Kommt aus:Ursprünglich aus dem Raum Chemnitz, aktuell in Leipzig.
Politische Position:Arbeitet bei THE BUZZARD, weil sie möglichst viele Menschen ermutigen möchte, die eigene Filterblase ab und an mal zu verlassen.
Arbeitet für/als:Studiert in Halle an der Saale "Multimedia und Autorschaft" und "International Area Studies" im Master. Arbeitet unter anderem für The Buzzard, die Mitteldeutsche Zeitung und die Freie Presse Chemnitz als freie Journalistin.
Was Sie noch wissen sollten:Hat ihr Bachelorstudium in Politik- und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen.
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