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Japan hat da eine Idee für den nächsten Bahnstreik – und die Kunden werden begeistert sein
Japan hat da eine Idee für den nächsten Bahnstreik – und die Kunden werden begeistert sein
( Link zum Originalbild | Urheber: Didgeman | Pixabay | CC0 Creative Commons )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

vor allem für Pendler war in dieser Woche ein Thema besonders wichtig: Der Bahnstreik. Wer sich auf die Bahn verlässt, um auf Arbeit oder zu Terminen zu kommen, hatte diese Woche schlechte Karten. Am Montagmorgen gab es für vier Stunden erst einmal gar keinen Fernverkehr mehr, in Ballungsräumen wurde teilweise sogar der Regionalverkehr eingestellt. Selbst auf den Straßen kam es wegen des Streiks deutschlandweit zu fast 440 Kilometern Stau und stockendem Verkehr. Noch am Dienstag starteten Bahnen mit Verspätung. Die Bahn sprach von einer „völlig überflüssigen Eskalation“.

FOCUS schlägt währenddessen den Bahn-Angestellten eine ganz neue Streiktaktik vor. Im japanischen Okayama und in Australien wurde sie schon getestet. In beiden Städten streikten die Busfahrer. Dabei gingen sie anscheinend ganz normal ihrer Arbeit nach. Mit eine Ausnahme allerdings: Sie kassierten die Fahrgäste nicht mehr ab oder kontrollierten ihre Fahrkarten. So waren nicht die Verbraucher die Verlierer, sondern tatsächlich der Arbeitgeber.

„Sogar in Deutschland wurde schon so kundenfreundlich gestreikt. Allerdings war das 1970 und es nicht um Lokführergehälter, sondern um Arzthonorare. Damals untersuchten die Ärzte zwar weiterhin Patienten, schrieben aber keine Berichte mehr – und die Kliniken konnten keine Rechnungen mehr schreiben.“

Hier entlang zum Originalartikel.

Der Streik ist nicht das einzige Problem der Deutschen Bahn. Warum ist das Unternehmen eigentlich immer so hoffnungslos unorganisiert? Es liegt auch daran, dass der Bahnbetrieb noch nicht digitalisiert ist. Das würde alles verändern.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Alisa Sonntag
Kommt aus:Ursprünglich aus dem Raum Chemnitz, aktuell in Leipzig.
Politische Position:Arbeitet bei THE BUZZARD, weil sie möglichst viele Menschen ermutigen möchte, die eigene Filterblase ab und an mal zu verlassen.
Arbeitet für/als:Studiert in Halle an der Saale "Multimedia und Autorschaft" und "International Area Studies" im Master. Arbeitet unter anderem für The Buzzard, die Mitteldeutsche Zeitung und die Freie Presse Chemnitz als freie Journalistin.
Was Sie noch wissen sollten:Hat ihr Bachelorstudium in Politik- und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen.
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