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Der Medienhype um Friedrich Merz zeigt, wie viel in der deutschen Medienlandschaft schief läuft
Der Medienhype um Friedrich Merz zeigt, wie viel in der deutschen Medienlandschaft schief läuft
( Link zum Originalbild | Urheber: Harald Dettenborn | Wikimedia Commons | CC BY 3.0 DE )

Das Argument in Kürze

Die Debatte um die Kandidatur von Friedrich Merz sei vor allem ein großer Medienhype, schreibt Tim Herden, der Hauptstadtkorrespondent des MDR. Das müsse man in den Kommentaren zu den Merkel-Nachfolgern im Hinterkopf behalten. Die Berichterstattung entwickele sich in einer Eigendynamik, nehme Fahrt auf. Berichterstattende versuchen, sich gegenseitig zu überbieten, mit den anderen mitzuhalten – und verlieren dabei die Rationalität und das Maß.

Hype statt Rationalität

Herden erklärt, warum die Berichterstattung zu Personen wie Friedrich Merz, Martin Schulz oder zu Themen wie dem Asylstreit im Sommer nicht nach rationalen Regeln funktioniert. Die Medien treiben sich gegenseitig: Wenn andere große Medien ein Thema für wichtig erklären, kann ein einzelnes Medium sich dem nicht entziehen, argumentiert der Hauptstadtkorrespondent. Denn sonst riskieren Journalisten den Vorwurf der Nutzer, wichtige Themen auszulassen. So mischen sie in Kommentaren, Interviews und anderen Beiträgen direkt mit, statt nur am Spielfeldrand zu stehen.

In der Eigendynamik, die sich so entwickelt, würden Journalisten schnell zum Rohr im Wind. Denn je mehr zu einem der Hype-Themen berichtet wird, desto mehr gehe Journalisten die Rationalität verloren. Nicht immer bleibt im Hype die Zeit dafür, die eigenen Ansichten und das eigene Handeln zu reflektieren.

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