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Das Problem ist nicht die Entwicklungshilfe, das Problem ist unser Afrikabild
Das Problem ist nicht die Entwicklungshilfe, das Problem ist unser Afrikabild
( Link zum Originalbild | Urheber: Caligula | flickr.com | CC-BY-SA 2.0 )

Das Argument in Kürze

Wenn wir „Afrika“ sagen, dann haben wir unweigerlich Bilder im Kopf. Oft sind diese Bilder geprägt vom Kolonialismus, meint die kenianische Autorin und Menschenrechtlerin Nanjala Nyabola. Afrika wird noch heute in Sprache und Bildern als Opfer dargestellt. Als Opfer des Westens und seit einiger Zeit auch als Opfer von raffgierigen chinesischen Investoren. Die Menschen rückten dabei in den Hintergrund. Dieses Bild sei nicht nur falsch, meint Nyabola. Es sei auch gefährlich. Denn neben der Außenperspektive auf Afrika prägt es auch das Selbstbild der Afrikaner, schreibt sie.

Afrika als Bittsteller

Die Zeit, als westliche Kolonialmächte mit einer Linie auf der Landkarte über die Besitzverhältnisse in Afrika entschieden, ist seit dem vergangenen Jahrhundert zu Ende. Doch wie über den Kontinent gesprochen wird, hat sich kaum geändert, bemängelt Nyabola. Es sei noch immer die Sprache des Kolonialismus.

Afrika werde oft als wehrlose Frau dargestellt, die vom Westen und nun auch von China bedrängt und begrapscht wird. Mit der Karikatur eines tansanischen Zeichners kritisiert sie, dass dieses Bild auch das Selbstbild vieler Afrikaner ist: Eine Gruppe Prostituierter lehnt sich ins Fenster einer Luxuskarosse mit der Aufschrift „China“. Es ist problematisch, dass sich Afrikaner so wahrnehmen,

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