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Der Brexit ist das Beste, was dem deutschen Fußball passieren kann
Der Brexit ist das Beste, was dem deutschen Fußball passieren kann
( Link zum Originalbild | Urheber: Silvia & Frank | Pixabay | CC0 Public Domain )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

am Sonntag haben die 27 EU-Mitgliedsstaaten dem Brexit-Vertrag zugestimmt. Das ist ein weiterer Schritt dahin, dass Großbritannien die Europäische Union endgültig verlässt. Der Vertrag wird von vielen Seiten gelobt: Bundeskanzlerin Angela Merkel etwa sprach von einem „diplomatischen Kunststück“, das den Unterhändlern gelungen sei. Dass aber der Brexit an sich für alle Seiten Nachteile hat, da sind sich alle einig. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nannte den Brexit SPIEGEL ONLINE zufolge eine „Tragödie“. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte sagte: „Niemand gewinnt etwas, wir verlieren alle.“

Wir empfehlen heute einen Beitrag, der zumindest einen positiven Aspekt des Brexit hervorhebt. Auf den weist der Geschäftsführer der deutschen Spielervermittler-Vereinigung DFVV hin, Gregor Reiter: Es geht um Fußball. „Plakativ gesagt ist der Brexit – auch wenn er politisch zu bedauern ist – das Beste, das dem deutschen Fußball passieren kann“, sagt Reiter im Interview mit SPORT BILD. Generell gehen die Meinungen auseinander, ob der Brexit dem Fußball mehr nützt oder schadet. Reiter zumindest argumentiert so: Bei einem harten Brexit müssen sich europäische Spieler in Zukunft unter den gleichen Voraussetzungen für die Premier League bewerben wie Spieler aus Südamerika oder Afrika. Dabei haben europäische Spieler Vorteile – die anderen müssen sich nach Alternativen umschauen. Die nächstbeste Alternative nach der Premier League sei der deutsche Markt, meint Reiter. Die Bundesligavereine profitieren somit, weil sie aus einer größeren Anzahl an guten Spielern auswählen können. Dadurch wird das Ganze billiger.

„Je härter der Brexit ausfällt, desto besser für die Bundesliga. Sie wird die europäische Liga sein, die am meisten profitiert. Sie ist jetzt schon sehr nah an der Premier League dran. Durch den Brexit wird die Bundesliga meiner Meinung nach die Premier League mittelfristig als Nummer 1 auf der Welt ablösen.“

 

Hier entlang zum Originalartikel.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Nadja Tausche
Kommt aus:München
Politische Position:Versucht, alle politischen Richtungen zumindest neutral zu betrachten
Arbeitet für/als:Arbeitet als freie Journalistin unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Das Erste und The Buzzard
Was Sie noch wissen sollten:Nadja Tausche hat im bayerischen Eichstätt und in Barcelona Journalistik studiert.
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