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Macron feiert Europa – aber die Chinesen finden, wir sind auf dem Weg in den Ruin
Macron feiert Europa - aber die Chinesen finden, wir sind auf dem Weg in den Ruin

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

die Rede des französischen Präsidenten Emmanuel Macron gestern im Deutschen Bundestag stand ganz im Zeichen Europas. Die Gemeinsamkeiten Deutschlands und Frankreichs seien stärker als die Unterschiede zwischen den Staaten, sagte Macron und machte sich für den Gedanken einer europäischen Armee stark. Er beendete seine Rede mit den Worten „Es lebe Europa“. Der SPIEGEL pflichtet ihm bei und titelt „Europa lässt sich nicht auflösen“. Nach Jahrzehnten der Integration seien die europäischen Staaten miteinander so eng verflochten, dass sie eine Schicksalsgemeinschaft bildeten.

Doch diese Begeisterung für die europäische Gemeinschaft teilt man offenbar nicht überall auf der Welt. In der NEUEN ZÜRCHER ZEITUNG zeigt ein Interview mit der Bloggerin Manya Koetse eine Außenperspektive auf Europa, wie man sie nur selten zu Gesicht bekommt. Fazit: Die Chinesen haben ein düsteres Bild von Europa. In China, sagt Koetse, nehme man Europa als Chaos wahr. Die Bloggerin spricht auch von dem sozialen Netzwerk „Sina Weibo“, das in China als multifunktionaler Microblogging-Dienst funktioniert. Die westliche Berichterstattung über Sina Weibo, kritisiert die Bloggerin, sei zu einseitig und reißerisch.

Verbreitet ist die Haltung, dass sich Europa mit der Flüchtlingskrise, den Terroranschlägen, der Polarisierung und den Protesten auf dem Weg in den Ruin befindet. Man ist dankbar, im sicheren China zu leben und nicht im unsicheren Europa.“

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Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Alisa Sonntag
Kommt aus:Ursprünglich aus dem Raum Chemnitz, aktuell in Leipzig.
Politische Position:Arbeitet bei THE BUZZARD, weil sie möglichst viele Menschen ermutigen möchte, die eigene Filterblase ab und an mal zu verlassen.
Arbeitet für/als:Studiert in Halle an der Saale "Multimedia und Autorschaft" und "International Area Studies" im Master. Arbeitet unter anderem für The Buzzard, die Mitteldeutsche Zeitung und die Freie Presse Chemnitz als freie Journalistin.
Was Sie noch wissen sollten:Hat ihr Bachelorstudium in Politik- und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen.
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