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Die Lösung für den Brexit? Ein wiedervereinigtes Irland!
Die Lösung für den Brexit? Ein wiedervereinigtes Irland!
( Link zum Originalbild | Urheber: Jennifer Boyer | flickr | CC BY 2.0 )

Der tägliche Blick über den Tellerand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

in den zurückliegenden Tagen überschlugen sich die Schlagzeilen zum Fortschreiten des Brexit-Prozesses regelrecht: Die britische Premierministerin Theresa May stellte zunächst dem Kabinett den aktuellen Entwurf vor; dieser wurde von den Kabinettsmitgliedern gebilligt. Inzwischen stellte sich May auch den Parlamentariern im House of Commons. Zuvor waren bereits mehrere Regierungsmitglieder aus Protest gegen den Entwurf zurückgetreten, darunter der britische Nordirland-Staatssekretär Shailesh Vara. Strittig war in den Verhandlungen lange, wie sich nach dem Brexit Grenzkontrollen – bzw. eine sogenannte „harte Grenze“ – zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem zum Vereinigten Königreich gehörenden Nordirland vermeiden ließen. Nach einer Übergangsphase soll es zwischen Brüssel und London im Sommer 2020 zu einer Entscheidung darüber kommen. Verschiedene Szenarien werden hierzu diskutiert, darunter eine umfassende Zollgemeinschaft mit der EU.

Wir empfehlen heute einen Beitrag, der in eine andere Richtung denkt: Löst das Problem, indem Irland wiedervereinigt wird. Patricia Mac Bride bringt diese Variante auf POLITICO.EU ins Spiel. Um trotz Brexit den Fortbestand des Karfreitagsabkommens von 1998 zu sichern, das den blutigen Nordirlandkonflikt zu einem Ende gebracht hatte, sieht sie keinen anderen Weg. In dem Abkommen werde zudem die Möglichkeit eingeräumt, eine Abstimmung über die Loslösung Nordirlands vom Vereinigten Königreich abzuhalten. Eine solche Abspaltung und ein Zusammenschluss mit der Republik Irland könne, unter anderem aus ökonomischen Gründen, für die Bevölkerung Nordirlands attraktiv sein, argumentiert Mac Bride – zumal die Regierung in London seit Jahren zu wenig tue, um Nordirland zu unterstützen:

„Es ist fast so, als hätte die britische Regierung den Norden Irlands aufgegeben. Jahrzehnte lang haben weder die Konservativen noch die Unionist Party etwas getan, um die Probleme Nordirlands zu lösen.“

 

Hier entlang zum Originalbeitrag.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Frank Kaltofen
Kommt aus:Immer Thüringer gewesen, jetzt in Leipzig
Arbeitet für/als:Redakteur in verschiedenen Kontexten
Was Sie noch wissen sollten:Studierter Politikwissenschaftler und jetzt Schreiberling. Interessiert an Menschen und ihren Geschichten. Schreibt seit 2007, am liebsten über Kulturelles & Zeitgeschichtliches.
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