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Warum die Umbrüche um das Jahr 1500 unserer Zeit ähnlicher sind, als die der Weimarer Republik
Warum die Umbrüche um das Jahr 1500 unserer Zeit ähnlicher sind, als die der Weimarer Republik
( Link zum Originalbild | Urheber: zeeh | Pixabay | CC0 )

Das Argument in Kürze:

Ein häufiges Stilmittel in Debatten über heutige gesellschaftspolitische Turbulenzen ist der Vergleich mit der politischen Situation in der Weimarer Republik. Doch dieser Vergleich hinkt. Ein besseres Abbild bietet der Beginn der Moderne um 1500 mit seiner „Zornpolitik“, „selbsternannten Predigern“ und „Wutbauern“, erklärt Historiker und Kulturanthropologe Dr. Sebastian Dümling in einem aktuellen Essay auf Zeit Online.

Fake News und Neue Medien – damals wie heute

In der frühen Neuzeit, etwa zwischen den Jahren 1475 und 1510, verstanden sich Menschen erstmals als „Volk“ und merkten, dass sie als solches gegen das Establishment aus adligen, kirchlichen und wirtschaftlichen Eliten anstehen konnten. Von diesen fühlten sie sich ohnehin nicht mehr repräsentiert. Dieses „antimoderne Ressentiment“ trat praktisch zeitgleich mit dem Beginn der Moderne auf. AfD, Trump, Brexit, auch Weimar trügen Züge jener „Moderneverachtung“, der Verachtung der „Systeme“.

Neue Medien gab es damals wie heute: Gutenbergs Druckpresse mit beweglichen Lettern ermöglichte nie dagewesene Reichweiten. Das gilt sowohl für „Fake News“ als auch für Nachrichten über Proteste im ganzen Land, die ein Gefühl der Gemeinschaft der Protestierenden aufkommen ließen.

Übertreibungen auf beiden Seiten spielten schon damals eine Rolle: Ein paar Bauern,

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