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Viele Bevölkerungsgruppen sind im Bundestag nicht ausreichend vertreten – sollten wir auslosen, wer Politiker wird?
Viele Bevölkerungsgruppen sind im Bundestag nicht ausreichend vertreten - sollten wir auslosen, wer Politiker wird?
( Link zum Originalbild | Urheber: clareich | Pixabay | CC0 Creative Commons )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard. 

Guten Morgen,

die US-Amerikaner haben diese Woche einen neuen Kongress gewählt. Dabei gab es viele „erste Male“: Zum ersten Mal sind zwei Musliminnen in den US-Kongress gewählt worden, von denen eine sogar Hijab trägt, zum ersten Mal auch zwei Nachfahrinnen amerikanischer Ureinwohner. Im Kongress gibt es bald auch so viele Frauen wie noch nie, unter ihnen auch die jüngste Kongressabgeordnete aller Zeiten. Colorado hat das erste Mal einen bekennenden homosexuellen Gouverneur.

So wird der Kongress, der mit Trump regieren soll, so divers wie nie zuvor. Damit sind jetzt auch Menschengruppen repräsentiert, die vorher keine politische Stimme hatten. Der US-Kongress ist ein Stück näher am demokratischen Idealbild, nach dem die Regierung die Bevölkerung proportional abbildet.

Aber wie sieht es mit der Diversität eigentlich in der deutschen Politik aus? Bildet unser Parlament die Bevölkerung proportional ab? Damit haben mehrere Autoren der SÜDDEUTSCHE ZEITUNG sich in einem Webspecial auseinandergesetzt. Und herausgefunden: Von Proportionalität sind wir noch weit entfernt. Im deutschen Bundestag sitzen viel zu wenige Frauen und zu wenig Migranten. Aber nicht nur das: Auch zu wenig Landbewohner, zu wenige Menschen mit Hauptschulabschluss und zu wenige mit einer Behinderung.

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG widmet sich dabei nicht nur der Frage, wie wichtig Diversität in der Regierung ist – sie reflektiert auch eine spannende Methode, die Abgeordneten im deutschen Parlament diverser zu machen: Den Zufall.

Würden die Parlamente nicht gewählt, sondern per Los bestimmt, wären sie in ihrer Zusammensetzung der Bevölkerung sehr viel ähnlicher. Dafür würden allein schon die Gesetze der Statistik sorgen.“

Hier entlang zum Originalbeitrag.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Alisa Sonntag
Kommt aus:Ursprünglich aus dem Raum Chemnitz, aktuell in Leipzig.
Politische Position:Arbeitet bei THE BUZZARD, weil sie möglichst viele Menschen ermutigen möchte, die eigene Filterblase ab und an mal zu verlassen.
Arbeitet für/als:Studiert in Halle an der Saale "Multimedia und Autorschaft" und "International Area Studies" im Master. Arbeitet unter anderem für The Buzzard, die Mitteldeutsche Zeitung und die Freie Presse Chemnitz als freie Journalistin.
Was Sie noch wissen sollten:Hat ihr Bachelorstudium in Politik- und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

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