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Die Medien verzerren die Wirklichkeit: Trump ist ein guter Präsident
Die Medien verzerren die Wirklichkeit: Trump ist ein guter Präsident
( Link zum Originalbild | Urheber: Official White House Photo by Benjamin Applebaum | flickr.com | CC0 Public Domain )

Das Argument in Kürze:

Es ist schon beinahe zu Folklore geworden: Wieder und wieder hat Donald Trump in den ersten zwei Jahren seiner Präsidentschaft die US-Medien höchstpersönlich der Verbreitung von “fake news” bezichtigt, seine Anhänger springen ihm bei. So auch Gerald Warner auf dem britischen Debattenmagazin REACTION: Journalisten kapitulierten blind im Gruppenzwang des trumpkritischen Meinungs-Mainstreams, schreibt Warner, und ignorierten die Errungenschaften der noch jungen Präsidentschaft. Für Warner zeigen die Fakten: Trump sei bislang schlicht und ergreifend ein guter Präsident.

Spott und Polemik versperren den Blick auf politische Erfolge

Sinkende Arbeitslosenzahlen, eine zeitgemäße Migrationspolitik, die Initiative zu Gesprächen mit Nordkorea oder die harte Kante gegen Chinas aggressive Handelspolitik: Donald Trump habe, so Warner, schon in kurzer Zeit gezeigt, dass er einen guten Job mache. Trump porträtiert er Seite an Seite mit Órban und Salvini als einen Rebellen gegen ungezügelte Globalisierung, Neoliberalismus und Massenmigration. Sein Auftreten sei zwischen all dem “Geschwafel von Heuchlern, die vor Unehrlichkeit triefen und Versprechungen machten, die sie ohnehin nicht halten” der lange erwartete “Stoß frischer Luft”.

Dass der US-Präsident trotz seiner Erfolge von vielen noch immer so kritisch gesehen werde, liegt für Warner am linksliberalen Medien-Mainstream. Diesem hätten sich seiner Meinung nach längst auch viele vermeintlich konservative Medienhäuser angeschlossen. Statt politische Fortschritte anzuerkennen, machten sich Journalistinnen und Journalisten lieber über Trumps rhetorische Fähigkeiten lustig.

Die politische Haltung des Autors ist schwer zu überlesen: Dass Barack Obama ein Staatsmann gewesen sei, stellt er ebenso in Frage wie die Schuld der Menschheit am Klimawandel. Dafür verschweigt Warner rassistische und sexistische Ausfälle Trumps ebenso wie die Vorwürfe, der Präsident habe Steuern hinterzogen und Wahlen beeinflusst. Warners Text ist das Plädoyer eines begeisterten Rechtskonservativen und setzt sich gleichermaßen mit politischen Inhalten wie mit Trumps Stil auseinander. Daher eignet der Kommentar sich gut als kompakte Einführung in die Geisteshaltung des Pro-Trump-Lagers.

 

“Eine schablonenhafte Polemik hinzurotzen – unbedingt mit den Buzzwords “Meme”, “Trope” und “Kindskopf” – ersetzt die objektive Recherche von Fakten und komplexen Statistiken.“

Dieser Beitrag wird empfohlen von: Jannis Carmesin

 

Weitere Leseempfehlungen von The Buzzard:

  • Warum es falsch ist, dass viele US-Medien sich gegen Trump stellen, erklärt dieser Beitrag auf REALCLEARPOLITICS.COM

Wer steckt dahinter?

Gerald Warner
Kommt aus:Schottland
Politische Position:Ist Mitglied der konservativen Tory Party und ist in dieser mehrfach als Kritiker liberaler Positionen aufgefallen
Arbeitet für/als:Journalist und Autor, ehemaliger politischer Berater des früheren schottischen Staatssekretärs Michael Forsyth
Was Sie noch wissen sollten:Als Chronist hat er ein Buch über die Geschichte der schottischen Tories verfasst. Das Vorwort schrieb Margaret Thatcher.
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