Zurück zur Debattenübersicht
Weniger zu fliegen, schützt das Klima nicht
Weniger zu fliegen, schützt das Klima nicht
( Link zum Originalbild | Urheber: Jordan Sanchez | Unsplash | CC0 )

Das Argument in Kürze:

Weniger fliegen bringt für den Klimaschutz gar nichts, schreibt der Journalist Benjamin Reuter für die WIRTSCHAFTSWOCHE. Durch das Emissionshandelssystem der Europäischen Union werde das CO2, das Flugzeuge in Europa ausstoßen, nämlich durch Umweltschutzinitiativen abgegolten.

Das CO2 landet so oder so in der Luft

Reuter bezieht sich auf eine Studie der Universität von East Anglia, die herausgefunden hat, dass der Verzicht auf Fliegen die Erderwärmung nicht verlangsamt. Grund dafür sei das Emissionshandelssystem der EU. Das funktioniere so: Firmen, darunter auch Fluggesellschaften, kaufen Verschmutzungsrechte, die ihnen erlauben, „Klimadreck“ zu produzieren. Von dem Geld würden in ärmeren Ländern Umweltprojekte gefördert und zum Beispiel Biogasanlagen gebaut oder Wälder gepflanzt. Ein Teil des Geldes komme auch in Deutschland an und werde beispielsweise in die Einführung der Elektromobilität gesteckt.

Wenn man auf das Fliegen verzichtet, eine Fluggesellschaft also weniger CO2 ausstößt, könnten aber andere Firmen die nicht verwendeten Verschmutzungsrechte aufkaufen. Das CO2 komme also so oder so in die Luft – egal wer es verursacht. Statt weniger zu fliegen könne man laut Reuter andere Dinge tun, die der Umwelt mehr helfen würden, zum Beispiel weniger Auto fahren und dafür auf den Zug umsteigen oder weniger Fleisch essen.

Möchten Sie die ganze Bandbreite haben?

Jetzt einen Monat The Buzzard PRO kostenfrei testen und direkt weiterlesen!

Probemonat beginnen Schon dabei? Anmelden
Bitte anmelden um Zugriff auf diese Seite zu erlangen.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

Ein Gedanke zu “Weniger zu fliegen, schützt das Klima nicht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.