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Billigflieger sind am umweltfreundlichsten
Billigflieger sind am umweltfreundlichsten
( Link zum Originalbild | Urheber: JanClaus | Pixabay | CC0 )

Das Argument in Kürze

Billigflieger sind nicht schlimmer als klassische Linienflüge – ganz im Gegenteil. Laut einer Studie aus Schweden ist der CO2-Ausstoß pro Passagier bei Billigfliegern deutlich geringer. Warum das so ist, zeigt der Wirtschaftsredakteur Daniel Wetzel in seinem Beitrag für die WELT.

Weniger Komfort, aber auch weniger CO2

Billigflieger haben, was den CO2-Ausstoß anbelangt, einen großen Vorteil: Sie können deutlich mehr Passagiere aufnehmen und haben eine höhere Sitzplatzauslastung. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Royal Institute of Technology in Stockholm. Deshalb teilt sich die CO2-Belastung eines Fluges auf mehr Passagiere auf als bei klassischen Linienflügen, wo oft auch mal ein Platz frei bleibt. Außerdem sind die Flugzeuge bei Billigfliegern länger in Betrieb. Die Klimakosten für ihre Herstellung strecken sich damit auf mehrere Jahre. Entscheidend für die Ökobilanz ist auch die Anzahl der Zwischenstopps. Eine einzige Fluglandung kann den CO2- Ausstoß einer Flugreise um bis zu 37 Prozent steigern.

Die Flugsuchmaschine Überflieger.de hat die Analyse des Instituts unterstützt und nutzt die Ergebnisse nun dazu, Flüge auch nach dem CO2-Ausstoß geordnet anzeigen zu können. Der Umwelt-Suchfilter soll dabei helfen, sich für den ökologisch besten Flug entscheiden zu können.

„Immerhin: Umweltbewusste Reisende können ihre Kompensationszahlungen verringern, wenn sie ihre Flüge künftig auch nach CO2-Intensität aussuchen. Unabhängig davon gilt: Am meisten schützt man das Klima, wenn man gar nicht fliegt. “

Dieser Beitrag wird empfohlen von: Alisa Sonntag

Wer steckt dahinter?

Daniel Wetzel
Kommt aus:Berlin, Deutschland
Arbeitet für/als:Wirtschaftsredakteur und Energieexperte bei WeltN24
Was Sie noch wissen sollten:Wetzel hat eine Ausbildung am Institut für Publizistik der Kölner Schule gemacht.
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