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Es gibt Möglichkeiten: Der Schritt zum Konto bei einer Ethikbank
Es gibt Möglichkeiten: Der Schritt zum Konto bei einer Ethikbank
( Link zum Originalbild | Urheber: rawpixel | Pexels | CC0 )

Das Argument in Kürze:

Das Geld, das eine Bank investieren kann, ist immer das Geld ihrer Kunden. Deswegen kann auch ein Einzelner Einfluss auf das Finanzwesen nehmen. Wer ein Konto bei einer Ethikbank eröffnet, geht auf Nummer Sicher, schreibt die Journalistin Katharina Mau in einem Beitrag für JETZT.de, die auch gelegentlich für THE BUZZARD schreibt. Denn diese Banken haben klare Regeln dafür, wo sie Geld anlegen. Und vor allem: wo nicht.

Eine komplett ethische Bank kann es nicht geben

Zuerst hatte Mau ein Konto bei einer konventionellen Geschäftsbank. Wo die Bank ihr Geld anlegt, war für sie nicht einsehbar. Doch Nachhaltigkeit ist ihr wichtig. Also plante sie den Wechsel zu einer Ethikbank. Die legen mehr Wert auf Transparenz als konventionelle Geschäftsbanken und berücksichtigen nicht bloß ökonomische Werte. Die Unternehmensgrundsätze der Ethikbanken sind geprägt von Werten. Aus denen folgen verschiedene Kriterien, die ausschließen, dass Banken in bestimmte Bereiche investieren. Dazu zählt zum Beispiel die Rüstungsindustrie. Weitere Ausschlusskriterien sind Unternehmen, in denen Kinderarbeit eingesetzt wird, Tierversuche gemacht werden oder andere Menschenrechtsverletzungen stattfinden. Damit die Banken in ein Unternehmen investieren, muss es aber auch Positivkriterien erfüllen: Unter anderem investieren Banken in Unternehmen mit entwicklungspolitischen Zielen und aus dem Bereich anthroposophische Medizin oder in Unternehmen, die sich für den Erhalt von Arbeitsplätzen einsetzen.

Die Auswahl an Ethikbanken, schreibt Katharina Mau, ist nicht allzu groß. Es gibt in Deutschland nur drei ethische Banken: Die Triodos-Bank, die GLS-Bank und die Ethikbank. Alle drei bieten Online-Banking an, genauso Kreditkarten. Bei der Triodos-Bank kann man Geld nur mit der Kreditkarte abheben, bei den anderen Banken auch mit der normalen EC-Karte bei allen Volks- und Raiffeisenbanken.

Geldfragen sind immer auch ethische Fragen“, sagt Sven Remer, Vorsitzender des Instituts für Social Banking, einem Verein, der von zehn sozial orientierten Banken in Europa gegründet wurde. „Deshalb sollte man sich unbedingt mit dem Thema auseinandersetzen und über einen Wechsel zu einer ethischen Bank nachdenken.“

Dieser Beitrag wird empfohlen von: Alisa Sonntag

 

Wer steckt dahinter?

Katharina Mau
Kommt aus:München
Politische Position:interessiert sich für nachhaltigeres Wirtschaften und den ökologischen Fußabdruck
Arbeitet für/als:Freie Journalistin
Was Sie noch wissen sollten:Katharina dachte lange, sie sei zu introvertiert, um Journalistin zu werden. Inzwischen lernt sie an der Deutschen Journalistenschule und schreibt unter anderem für Jetzt.de, die dpa und Orange, das Jugendformat des Handelsblatts. Sie verzichtet auf Plastiktüten und kauft Bio-Käse, isst aber manchmal Avocados aus Chile.
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