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Volksparteien im Wandel – die Fakten im Überblick
Volksparteien im Wandel - die Fakten im Überblick

Was ist eine Volkspartei?

Der Begriff geht auf den deutschen Politikwissenschaftler Dolf Sternberg zurück, bis heute wird aber über eine genaue Definition gestritten. Sternberg beschrieb damit eine Partei, die prinzipiell für Wähler und Mitglieder aller gesellschaftlicher Schichten wählbar ist und unterschiedliche Weltanschauungen in ihrem Programm vereint. Gegenstücke der Volkspartei sind also etwa Klientel-, Interessen- oder Themenparteien. Über die Jahre ist der Begriff in Deutschland auch zu einem Synonym für Union und SPD geworden. Die Volksparteien erreichten bei Wahlen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert in der Regel jeweils weit über ein Drittel der Stimmen. Zum Höhepunkt 1972 wählten in Deutschland über 91 Prozent der Wählerinnen und Wähler Union oder SPD.

 

Was sind die Gründe für den Niedergang der Volksparteien?

Der wohl populärste Klärungsversuch: Während nach dem Zweiten Weltkrieg im Wesentlichen noch ein stärkerer gesellschaftlicher Konsens in einer wachsenden Mittelschicht herrschte, hat sich die Gesellschaft heute stärker individualisiert. Die alten Milieus mit Kirchen (Union) und Gewerkschaften (SPD) als gesellschaftlichem Unterbau der Parteien zerfasern, das soziale Gefälle wird sichtbarer. Dieser Prozess spiegelt sich auch im Parteiensystem wieder. Ein – auf Deutschland bezogener – offensichtlicher Grund ist die Erweiterung des Parteienspektrums. Im Vergleich zu den frühen siebziger Jahren sind Grüne,
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