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Die Grünen bleiben eine Klientelpartei
Die Grünen bleiben eine Klientelpartei
( Link zum Originalbild | Urheber: Bruce Mars | Pexels | CC0 )

Das Argument in Kürze:

Die Grünen und Volkspartei – das geht nicht richtig zusammen, schreibt der Journalist Jakob Augstein auf SPIEGEL ONLINE. Denn die Wähler der Partei bilden nur einen kleineren Teil der Gesellschaft: Menschen, die meist in der Stadt leben, eine gute Bildung genossen haben und viel verdienen. 

Die Grünen werden keine Volkspartei – aber Volksparteien seien sowieso am Ende

Augstein schreibt, dass die Grünen bei der Landtagswahl in Bayern nicht deshalb so erfolgreich waren, weil sie das Zeug zur neuen Volkspartei haben. Denn die Wähler der Grünen seien weiterhin vor allem gut verdienende und gebildete Städter. Vielmehr habe der Erfolg damit zu tun, dass die Grünen als einzige Partei nicht Migration in den Fokus gerückt hätten, sondern viel mehr auf Ökologie und Klimawandel setzten. Themen, die im Gegensatz zu Migration tatsächliche – und nicht nur ausgedachte – Gefahren darstellen würden und für viele Menschen wichtig seien. Das Programm der Grünen käme vor allem bei Menschen an, „die klug genug sind, die Herausforderungen der Migration richtig einzuordnen, und vermögend genug, um sich von ihnen nicht bedroht zu fühlen.“ Genau deshalb könnten die Grünen keine Volkspartei werden – aber das sei auch nicht weiter schlimm. Augstein glaubt, dass die Wahl in Bayern ohnehin das Ende der Volksparteien in Deutschland eingeläutet hat.

„Darum ist es auch kein Wunder, dass es gerade die Wähler der Grünen sind, die klug genug sind, die Herausforderungen der Migration richtig einzuordnen, und vermögend genug, um sich von ihnen nicht bedroht zu fühlen. Denn natürlich gilt immer noch: man muss es sich auch leisten können, Grün zu wählen. Darum sind die Grünen auch keine neue Volkspartei. Im Gegenteil. Die Wahl in Bayern hat Deutschland dem Ende der Volksparteien ein gutes Stück näher gebracht.“

Der Beitrag wird empfohlen von: Stephanie Berens

Wer steckt dahinter?

Jakob Augstein
Kommt aus:Deutschland
Arbeitet für/als:Journalist
Was Sie noch wissen sollten:Augstein ist Chefredakteur und Verleger der Zeitschrift DER FREITAG sowie Miteigentümer des SPIEGEL-Verlags. Er twittert unter @Augstein.
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