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Der Tag im Überblick: Trump, Saudi-Arabien und der Armutsbericht
Der Tag im Überblick: Trump, Saudi-Arabien und der Armutsbericht

Das ist heute wichtig:

1. Fall Khashoggi: Trump stellt sich hinter Saudi-Arabien

2. Kompromiss beim Brexit: EU verlängert Übergangsfrist für Großbritannien

3. Nationale Armutskonferenz stellt „Schattenbericht“ vor: 16 Prozent der Deutschen leben unter Armutsgrenze

 

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1. Fall Khashoggi: Trump stellt sich hinter Saudi-Arabien

Der Tag im Überblick: Trump, Saudi-Arabien und der Armutsbericht

  • US-Präsident Donald Trump nimmt Saudi-Arabien in Schutz
  • Im Interview mit dem Nachrichtensender AP sagt er: Der mutmaßliche Mord des Journalisten Jamal Khashoggi sei nicht bewiesen. Er vertraue auf die Worte des saudischen Kronprinzen, außerdem gelte die Unschuldsvermutung
  • Währenddessen steigt der internationale Druck auf Riad: Die Außenminister der G7-Staaten fordern eine transparente Aufarbeitung des Falls; Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), sagt ihre geplante Teilnahme an einer Investoren-Konferenz in Saudi-Arabien ab; Michelle Bachelet, die Menschrechtskommissarin der UN, fordert Saudi Arabien auf, die Immunität von Diplomaten aufzuheben, die in das Verschwinden Khashoggis verwickelt sind

Fokus der Berichterstattung: In den deutschen Medien überwiegt die Kritik an Riad. Viele Medien fordern Sanktionen und finden, es sei Zeit für deutsche Unternehmen, Saudi Arabien zu boykottieren. „Harte Reaktionen auf Saudi-Arabien erforderlich“, schreibt die Märkische Oderzeitung. „Die deutschen Konzernchefs kuschen vor Saudi-Arabien“, moniert die FAZ. „Boykottiert Saudi-Arabien“, fordert NTV.

In Eile? Kurzüberblick: Die NZZ fasst die Ereignisse der vergangenen Tage in einer übersichtlichen Chronologie zusammen.

Unsere Empfehlungen

Hintergrund

Khashoggi war ein enger Vertrauter von Erdogan
Die New York Times zeigt: Jamal Khashoggi hatte enge persönliche Kontake zum türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und war großer Befürworter des politischen Islam.

(Dauer: 9 Minuten | Quelle: New York Times)
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Perspektivwechsel

Deshalb hat Trump Recht, wenn er Saudi-Arabien verteidigt
Olaf Gersemann meint: Man solle Saudi-Arabien nicht vorschnell verurteilen. Trump habe Recht: Im Zweifel für den Angeklagten.

(Lesezeit: 3 Minuten | Quelle: Welt)
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Perspektivwechsel

Der Fall Khashoggi ist ein PR-Stunt von US-Medien 
Thomas Pany schreibt: Khashoggi sei nie ein saudischer Regime-Gegner gewesen, sondern ein abtrünniger PR-Mann des Regimes. Dass er jetzt zum Helden stilisiert werde, sei ein PR-Stunt von US-Medien, die versuchten Trump politisch unter Druck zu setzen.

(Lesezeit: 7 Minuten | Quelle: Telepolis)

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Nah Dran

Das twittern politisch Verfolgte in Saudi-Arabien zu Khashoggi
Das Magazin Zenith empfiehlt fünf Twitter-Accounts von politischen Verfolgten in Saudi-Arabien, die Insider-Informationen zu Khashoggi teilen.

(Lesezeit: 2 Minuten | Quelle: Zenith)

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Verwandte Debatte auf The Buzzard

Beziehung zu Saudi-Arabien: Was ist los im Jemen?

 

2. Kompromiss beim Brexit: EU verlängert Übergangsfrist für Großbritannien

Der Tag im Überblick: Trump, Saudi-Arabien und der Armutsbericht

  • Vor dem Gipfel in Brüssel signalisiert die EU Kompromissbereitschaft beim Brexit
  • Laut Financial Times und Frankfurter Allgemeine Zeitung sei die EU bereit, die Übergangsfrist für den Brexit um ein Jahr zu verlängern
  • Damit wird Großbritannien zwar trotzdem Ende März 2019 aus der EU ausscheiden, aber bliebe bis Ende 2021 Teil des Binnenmarktes und der Zollunion. Das gibt beiden Seiten etwas mehr Zeit für eine Einigung

Fokus der Berichterstattung: Die Fristverlängerung wird in der deutschen Presse als Verschnaufspause gewertet. Der Grundtenor bleibt aber: Die Medien warnen weiter eindringlich vor einem ungeregelten Austritt Großbritanniens. „Der Wirtschaft reißt langsam der Geduldsfaden“, meint beispielsweise NTV. „Ein blinder Brexit ist gefährlich“, titelt der Schweizer Tagesanzeiger. Uneinig sind sich die Kommentatoren darüber, wie wahrscheinlich ein ungeregelter Austritt ist.

In Eile? Kurzüberblick: T-Online beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Brexit-Verhandlungen in den nächsten Tagen.

 

Unsere Empfehlungen

Hintergrund
Warum der Brexit vor allem das Resultat gescheiterter Sozialpolitik ist

Caroline Lucas, Abgeordnete der britischen Grünen, begründet anhand soziologischer Studien, wie es zum Brexit kommen konnte.
(Dauer: 3 Minuten | Quelle: Open Democracy)
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Pro – Es wird einen Deal geben

Die Panik vor einem ungeordneten Brexit ist übertrieben
Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn ist überzeugt, dass es bis Dezember eine Einigung im Brexit Streit geben wird. Im Deutschlandfunk erläutert er, was ihn optimistisch stimmt.
(Lesezeit: 3 Minuten | Quelle: Deutschlandfunk)

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Contra – Es wird keinen Deal geben

Diese zwei Missverständnisse machen einen sanften Brexit schier unmöglich
Stefan Kornelius meint, dass es äußerst unwahrscheinlich ist, dass May einen Kompromiss vorlegen kann, der sowohl Labour als auch Tories zufriedenstellen wird.
(Lesezeit: 3 Minuten | Quelle: Süddeutsche Zeitung)

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Verwandte Debatte auf The Buzzard

Sollte sich die EU auf den weichen Brexit einlassen, den Theresa May vorschlägt?

 

3. Nationale Armutskonferenz stellt „Schattenbericht“ vor: 16 Prozent der Deutschen leben unter Armutsgrenze

Der Tag im Überblick: Trump, Saudi-Arabien und der Armutsbericht

  • Die Nationale Armutskonferenz hat heute in Berlin ihren Bericht zu Armut in Deutschland vorgestellt
  • Das Ergebnis: Immer mehr Menschen in Deutschland sind arm, obwohl sie arbeiten gehen. Der Anteil der Erwerbstätigen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt.
  • Der „Schattenbericht“ versteht sich als Parallelbericht zur Armuts- und Reichtumsberichtserstattung der Bundesregierung. Die Nationale Armutskonferenz ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden und Selbsthilfeorganisationen

In Eile? Kurzüberblick: Hier findest du eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse des aktuellen Berichts.

 

Unsere Empfehlungen

Perspektivwechsel

Deshalb kann Umverteilung das Armutsproblem nicht lösen
Umverteilung hilft gegen Armut nicht, schreiben Charlotte Bartels und Marcel Fratzscher in der Zeit. Was wir eigentlich brauchen, seien grundlegende Reformen.
(Dauer: 6 Minuten | Quelle: Zeit)
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Nah Dran
Auf den Spuren von arm und reich in Deutschland

Die ARD-Dokumentation „Ungleichland“ bereist Deutschland und geht der Frage auf den Grund, wie es sein kann, dass es in einem der reichsten Länder der Welt so viel soziale Ungerechtigkeit herrscht.
(Dauer: 43 Minuten | Quelle: ARD)
Zur Dokumentation

 

Verwandte Debatte auf The Buzzard

Brauchen wir hier in Deutschland mehr Umverteilung?

 

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Das waren unsere Empfehlungen für heute. Viel Spaß beim Erkunden der Perspektiven!

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Wer steckt dahinter?

Dario Nassal
Kommt aus:Gebürtig Stuttgart; jetzt: Leipzig; zuvor: Amsterdam & Mannheim
Politische Position:Findet Politik in Deutschland sollte umweltfreundlicher und sozialer gestaltet sein.
Arbeitet für/als:Gründer & Geschäftsführer bei TheBuzzard.org
Was Sie noch wissen sollten:Dario ist Mitgründer von TheBuzzard.org. Er hat zuvor bei der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG, der STUTTGARTER ZEITUNG und dem MANNHEIMER MORGEN geschrieben und Politikwissenschaften in Mannheim, Istanbul und Amsterdam an führenden europäischen Universitäten studiert.
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