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Automatisierung wird nicht zu Massenarbeitslosigkeit führen – aber zu wachsender Ungleichheit
Automatisierung wird nicht zu Massenarbeitslosigkeit führen - aber zu wachsender Ungleichheit
( Link zum Originalbild | Urheber: Paolo Trabbatoni | pixabay | CC0 )

Das Argument in Kürze:

Jobverlust durch Automatisierung? Ein „Scheinproblem”, glaubt Digitalisierungs-Experte Sascha Lobo in seiner Kolumne auf SPIEGEL ONLINE. Die hysterische Debatte um eine mögliche Massenarbeitslosigkeit verhindert seiner Meinung nach die klare Sicht auf das eigentliche Drama des Automatisierungsprozesses. Und das ist: Die zunehmende Polarisierung der Arbeitswelt in Arme und Superreiche. Auf der einen Seite werde es wenige hochqualifizierte Digital-Experten geben, die die neue Welt selbst aktiv mitgestalten. Auf der anderen werde der von der Entwicklung überrannte Rest stehen, der sich im wachsenden Wettbewerb um die verbliebenen Stellen mit einem Hungerlohn zufrieden geben müsse. Die Mittelschicht als gesellschaftliches Bindeglied zwischen Arm und Reich werde verschwinden.

Überangebot an Arbeitskräften in nicht-automatisierten, niedrig qualifizierten Bereichen

Lobo geht davon aus, dass auch weiterhin menschliche Arbeitskraft benötigt wird. Weiterhin werde es Tätigkeiten geben, die Menschen besser und/oder günstiger erledigen können als Maschinen. Um solche Jobs erwartet er einen wachsenden Wettbewerb. Lobos Gedankengang: Diejenigen, deren Jobs automatisiert werden (z.B. Büroangestellte oder FahrerInnen) drängen auf den Arbeitsmarkt. Dort entsteht ein Überangebot in den Berufen, die weiterhin existieren, für die aber keine besondere Qualifikation nötig ist (z.B. Servicepersonal in der Gastronomie). Der Überschuss an potenziellen Bewerbern zwingt die Menschen dazu,

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