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Der Tag im Überblick: Weniger Wachstum, ein Jahr #MeToo & Buchmesse
Der Tag im Überblick: Weniger Wachstum, ein Jahr #MeToo & Buchmesse

Willkommen zu unserem neuen täglichen Format „Buzzard – Der Tag“, das wir die kommenden drei Wochen intensiv testen.

Heute geht es um folgende drei Meldungen :

 

  1. IWF korrigiert weltweite Wachstumsprognose nach unten
  2. Bilanz nach einem Jahr #MeToo
  3. Die 70. Frankfurter Buchmesse wird eröffnet

Hier anmelden und „Buzzard – Der Tag“ bequem per E-Mail zugeschickt bekommen.

 

1. IWF korrigiert weltweite Wachstumsprognose nach unten

Der Tag im Überblick: Weniger Wachstum, ein Jahr #MeToo & Buchmesse

  • Der Internationale Währungsfond hat seine globale Wachstumsprognose angepasst – 0,2 Prozent nach unten, auf 3,7 Prozent
  • Auch Deutschland ist betroffen, der IWF senkte die Prognose für 2018 auf 1,9 Prozent, im April lag sie noch bei 2,5
  • Grund seien unter anderem die Handelskonflikte, die US-Präsident Donald Trump mit der EU und China begonnen hat

 

Fokus der Berichterstattung: Die meisten großen Medien beschränken sich darauf, die Prognose des IWF zusammenzufassen. Einige, darunter WELT und Focus, schlagen dramatischere Töne an: Die Wirtschaft zittere vor dem Schock. Die nächste Krise drohe.

In Eile? Kurzüberblick: Das Handelsblatt fasst die Prognose bündig zusammen und hat sie auch grafisch aufbereitet.

 

Unsere Empfehlungen

 

Hintergrund

Was der IWF tut

Rosa Thoneick präsentiert in einem kurzen Video die Funktion des IWF. Das Video zeigt auch: Die reichsten Länder, darunter Deutschland, haben im IWF den größten Einfluss. (Spiegel Online, 1 Minute)

 

Perspektivwechsel 

Braucht es überhaupt Wachstum?

Christiane Sommer untersucht sieben Thesen von Kritikern des Wirtschaftswachstums. (brand eins, 4 Minuten)

 

Verwandte Debatten auf The Buzzard

Droht uns bald eine neue Finanzkrise?

 

2. Bilanz nach einem Jahr #MeToo

Der Tag im Überblick: Weniger Wachstum, ein Jahr #MeToo & Buchmesse

  • Vor einem Jahr hat ein Bericht der New York Times die MeToo-Debatte losgetreten: In dem Artikel ging es um den Filmproduzenten Harvey Weinstein, dem mehrere Frauen vorwarfen, sie sexuell belästigt oder vergewaltigt zu haben
  • Seither sind weltweit Frauen einem Aufruf von Tarana Burke gefolgt und haben unter dem Twitter-Hashtag MeToo die Erfahrungen geteilt, die sie mit sexuellen Übergriffen gemacht haben
  • Daraus ist eine Grundsatzdebatte erwachsen über die Gleichberechtigung von Mann und Frau

 

Fokus der Berichterstattung: Alle großen Medien haben nach einem Jahr #MeToo die Frage nach den Folgen gestellt. Besonders ausführlich ist die Berichterstattung von Zeit und Spiegel Online.

In Eile? Kurzüberblick: Hier findet ihr eine MeToo-Chronologie des vergangenen Jahres.

 

Unsere Empfehlungen

 

Hintergrund

Was aus den Beschuldigten wurde

Nora Burgard-Arp hat sich angeschaut, welche Folgen die MeToo-Debatte für die prominentesten Beschuldigten hatte, etwa für Kevin Spacey oder Harvey Weinstein. (Meedia, 9 Minuten)

 

Nah dran

Fünf Frauen aus der Medienbranche blicken zurück

Sie haben über das Thema #MeToo berichtet und kommen zu unterschiedlichen Einschätzungen. Einig sind sie sich darin, dass das Thema nicht aus dem Fokus geraten darf. (Deine Korrespondentin, 7 Minuten)

 

Wer ist – Ronan Farrow?

Er hat die Debatte ins Rollen gebracht

Der erst 30-jährige Journalist Ronan Farrow hat für seine Weinstein-Recherche den Pulitzerpreis bekommen und zugleich eine weltweite Debatte angestoßen. In einem Video spricht er unter anderem darüber, warum #MeToo gerade jetzt so viele Menschen betrifft. (New Yorker, 12 Minuten)

 

 

 

3. Die 70. Frankfurter Buchmesse wird eröffnet

Der Tag im Überblick: Weniger Wachstum, ein Jahr #MeToo & Buchmesse

  • Die größte Buchmesse der Welt ist ab heute fürs Fachpublikum offen, ab dem Wochenende auch fürs reguläre Publikum
  • Rund 7000 Aussteller präsentieren ihre Werke, Gastland ist Georgien
  • Bereits gestern wurde der Deutsche Buchpreis verliehen, er ging an Inger-Maria Mahlke für ihren Roman „Archipel“

 

Fokus der Berichterstattung: Viele Medien befassen sich heute mit der Rolle, die das Buch noch in unserer Gesellschaft hat. Zwei Lager stehen sich gegenüber: Einige Kommentatoren sehen das Buch in der Krise, andere zeigen sich optimistisch, trotz Konkurrenz durch Netflix und Smartphones. Wir empfehlen zwei exemplarische Kommentare.

In Eile? Kurzüberblick: Hier gibt’s Infos zum Gastland Georgien, zu der Diskussion um rechte Verlage auf der Messe und zu Tickets und Veranstaltungen.

 

Unsere Empfehlungen

 

PRO Das Buch hat Zukunft

Der Buchmarkt passt sich an 

Die Konkurrenz durch die neuen Medien führt dazu, dass der Buchmarkt flexibler wird und Neues ausprobiert, argumentiert Mara Delius. (Die Welt, 3 Minuten)

 

KONTRA Das Buch hat Zukunft

Das Buch verliert seine Rolle als Leitmedium

Deutschlandweit sechs Millionen Buchkäufer weniger als vor fünf Jahren, und trotzdem tut die Buchbranche so, als sei alles in Ordnung, schreibt Lothar Müller. (Süddeutsche Zeitung, 3 Minuten)

 

Nah dran

So geht es zu in Literaturjurys

Sie beeinflussen, was in ganz Deutschland gekauft und gelesen wird. Dirk Knipphals, der 2012 in der Jury für den Deutschen Buchpreis saß, berichtet von Machtgehabe, fremder Einflussnahme und von der Schwierigkeit, sich zu einigen. (Merkur, 21 Minuten)

 

Buzzard-Daily – Der tägliche Perspektivwechsel

 

Der Tag im Überblick: Weniger Wachstum, ein Jahr #MeToo & Buchmesse

Wir sind nicht der einzige Kontinent mit einer „Flüchtlingskrise“

Unsere Redakteurin Alisa Sontag empfiehlt heute einen Beitrag, der zeigt, wie groß die Fluchtbewegungen außerhalb von Europa sind. Besonders in Lateinamerika ist die Lage dramatisch.

 

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Das waren unsere Empfehlungen für heute. Vielen Dank fürs Lesen und viel Spaß beim Erkunden der Perspektiven!

Du kennst eine ungewöhnliche Perspektive, die wir unbedingt berücksichtigen sollten? Schreib uns an: info@thebuzzard.org

Wer steckt dahinter?

Maurus Jacobs
Kommt aus:Geboren in Kalifornien, aufgewachsen bei Hamburg, jetzt in Leipzig
Politische Position:Hat großes Interesse, komplexe Debatten in ihrer Vielfalt, aber übersichtlich darzustellen
Arbeitet für/als:Arbeitet für eine Hamburger Medienagentur
Was Sie noch wissen sollten:Maurus hat in Hamburg für die Bergedorfer Zeitung und Die Welt geschrieben. Er studiert am Deutschen Literaturinstitut.
Lies unsere besten Empfehlungen bequem per E-Mail. Nein danke

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