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Tschüss Kapitalismus, Hallo Kommune: Wenn die Utopie zur Realität wird
Tschüss Kapitalismus, Hallo Kommune: Wenn die Utopie zur Realität wird

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,
„Wir haben keine Alternative zum Kapitalismus“ und „Am Ende gibt es keine andere Lösung als den Markt“ – das sagt selbst der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus. Der Wirtschaftswissenschaftler ist einer der Begründer des Mikrofinanz-Gedankens, den Friedensnobelpreis hat er für sein Engagement gewonnen, armen Menschen mit Mikrokrediten zu helfen. Die Macht des Neoliberalismus, zitiert SPIEGEL ONLINE den britischen Kulturtheoretiker Mark Fisher, sei so groß, dass es einfacher sei, „sich das Ende der Welt vorzustellen als das Ende des Kapitalismus“.
Die einzige Alternative dazu, so stellen Medienberichte es häufig dar, ist das Hippieleben der ´68er. „Gruppensex, Drogenexzesse und Anarchie; nackt durch die Wohnung tanzen, die Haare bis zum Po und immer über alles reden“ charakterisiert die TAZ ihre Vorstellung vom Leben in einer Kommune. Klingt nach unrealistischen Träumern, nach Cocktails am Strand – nicht nach etwas, das wirklich langfristig funktionieren kann.

Die TAGESSCHAU zeigt nun: Es gibt sehr wohl realistische Alternativen zum Kapitalismus. Mit Gruppensex haben die nichts zu tun, auch nicht mit Tagträumen und Cocktailschirmchen. Dafür mit Arbeit und einem einfachen Leben. Schon 51 Jahre gibt es die Kommune Twin Oaks in den USA, über 100 Menschen wohnen dort heute in acht Gemeinschaftshäusern zusammen. „Hippies“ wollen die Menschen in Twin Oaks nicht genannt werden. 42 Stunden muss jeder von ihnen in der Woche arbeiten, dafür gibt es Essen, Unterkunft, Kleider, Gesundheitsversorgung und 100 Euro Taschengeld im Monat. Radikales Teilen gehört in Twin Oaks dazu. „Eine Utopie als Dorf“, urteilt Verena Bünten, ARD-Auslandskorrespondentin aus Washington, „ein ganz anderer Lebensentwurf.“

Es ist wichtig, dass in der TAGESSCHAU auch Platz für Utopien ist. Im Alltag ist für sie viel zu wenig. Etwas Inspiration für die eigene Utopie hat noch keinem geschadet. Mit Büntens Reportage verteilen die Öffentlich-Rechtlichen aber auch etwas anderes, das jeder brauchen kann: Mut.

„Wir bauen eine bessere Welt im Kleinformat. Und weil die so ein schöner Ort zum Leben ist, bleiben wir alle hier hängen.“
Es ist ein Gegenentwurf zur Außenwelt: Während in Trumps Amerika die Spaltung in politische Lager voranschreitet, rücken sie in der Kommune eng zusammen. „Viele, die gerade jetzt zu uns kommen, sagen, dass sie eine Alternative suchen“, erzählt Gemeinschaftsmitglied Valerie. „Wir haben, was sie wollen: ein Leben, in dem es um Werte geht.“

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Wer steckt dahinter?

Alisa Sonntag
Kommt aus:Ursprünglich aus dem Raum Chemnitz, aktuell in Leipzig.
Politische Position:Arbeitet bei THE BUZZARD, weil sie möglichst viele Menschen ermutigen möchte, die eigene Filterblase ab und an mal zu verlassen.
Arbeitet für/als:Studiert in Halle an der Saale "Multimedia und Autorschaft" und "International Area Studies" im Master. Arbeitet unter anderem für The Buzzard, die Mitteldeutsche Zeitung und die Freie Presse Chemnitz als freie Journalistin.
Was Sie noch wissen sollten:Hat ihr Bachelorstudium in Politik- und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen.
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