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Warum wir aus der Finanzkrise nichts gelernt haben
Warum wir aus der Finanzkrise nichts gelernt haben

Das Argument in Kürze:

Der Wirtschaftshistoriker Adam Tooze hat ein Buch über die Finanzkrise geschrieben. Darüber, wie sie seit 2008 das globale Finanzsystem zwar nicht zum Einsturz gebracht, aber ordentlich durchgerüttelt hat. Die Konsequenzen waren für viele Menschen schmerzvoll. Aber sie hätten auch lehrreich sein können, denn wie in jeder Krise lag auch in dieser eine Chance. Die haben wir jedoch verpasst, sagt Tooze in seinem Buch und Beitrag in der ZEIT. Zwar haben wir das System vorerst gerettet. Aber wir haben uns nicht gefragt, ob wir in diesem System überhaupt leben wollen.

2008 drohte sich eine schlimmere Krise an als 1929

Die Weltwirtschaftskrise von 1929 hatte verheerende Auswirkungen. Aber die Misere, die sich 2008 anbahnte, drohte noch schlimmer zu werden. Die Angst davor hat viele Politiker paralysiert. Also taten sie, was sie dachten, tun zu müssen. Die Regierungen retteten die Banken vor dem Ruin. In hoch verschuldeten Ländern wie Griechenland oder Spanien wurden eine kompromisslose Austeritätspolitik umgesetzt. Nach und nach kehrte wieder eine gewisse Normalität ein.

Das Fazit nach zehn Jahren lautet: Stabilisierung gelungen. Die Gefahr vor einer neuen Krise dieser Dimension wurde aber nicht gebannt. Und die Bürger haben versäumt zu fragen,

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