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So hängt die Lehman Brothers Krise mit Rechtspopulismus zusammen
So hängt die Lehman Brothers Krise mit Rechtspopulismus zusammen

Das Argument in Kürze:

Die Finanzkrise hat nicht nur das Vertrauen in den freien Markt erschüttert, sie hat auch die politische Landschaft verändert. Rechtspopulistische Parteien sind erstarkt, im Schnitt um fünf Prozent. Das hat das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung herausgefunden. Zwei Wirtschaftsjournalisten der SZ, Andrea Rexer und Nikolaus Pieper, diskutieren im Podcast „Das Thema“, woran das liegen könnte. Sie glauben: Die Verstrickung der Politik in den Finanzsektor führt dazu, dass die Bevölkerung bei Finanzkrisen die Regierungen verantwortlich macht. Dann komme Frust auf, weil so viel Geld in die Bankenrettungen fließe. Und die rechtspopulistischen Parteien lieferten einfache Antworten, um Frustrierte abzuholen.

Ohne die Finanzkrise wäre Trump nicht Präsident

Das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung hat über 800 Wahlen untersucht, die seit 1870 in 20 Industrieländern abgehalten wurden. Es hat herausgefunden: Nach Finanzkrisen ändert sich auch die Politik. Regierungsmehrheiten schwinden, die Zahl der Parteien in den Parlamenten nimmt zu, rechtspopulistische Parteien erhalten Zulauf. So konnte etwa die Norwegische Fortschrittspartei nach einer Krise in den 80er-Jahren viele Wähler mobilisieren, mit populistischen Parolen; inzwischen ist sie Teil der Regierung. Ebenso die Lega Nord in Italien, die in den 90er-Jahren erstarkte – nach einer Krise. Und in Deutschland tauchte nach der Finanzkrise die eurokritische AfD auf.

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