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Kritik an kriminellen Migranten ist nicht rechtsextrem
Kritik an kriminellen Migranten ist nicht rechtsextrem
( Link zum Originalbild | Urheber: Lord Van Tasm | Wikipedia | CC BY-SA 3.0 Unported)

Das Argument in Kürze:

Jörg Urban, AfD-Chef in Sachsen, gibt zu: Rechtsextreme sind ein bekanntes Problem in Sachsen. Sie seien auch am Rande der Chemnitzer Proteste mitgelaufen. Aber eben nur am Rande, sagt Urban im Interview mit der Journalistin Christiane Kaess im DEUTSCHLANDFUNK. Rechtsextremistische Gewalt sei nicht das Hauptproblem, diese sei in den letzten Jahren sogar zurückgegangen. Ärgerlich sei vor allem, dass friedlich protestierende Bürger von den Medien in die rechte Ecke gedrängt würden. Über Gewaltkriminalität bei Migranten zu sprechen, sei tabu.

„Es hat aber gerade kein Rechtsextremist einen Familienvater abgestochen. Verstehen Sie das?“

Die wirklich gewaltbereiten Rechtsextremisten seien nur eine Splittergruppe in der Gesamtbevölkerung, sagt Urban. Das eigentliche Problem sei, dass der Protest vieler Bürger diskreditiert würde, weil die Medien die Demonstranten und Rechtsextremen in einen Topf werfen würden. Auf die Frage von Kaess, warum die AfD keine Demonstrationen gegen rechts organisiere, antwortet Urban ausweichend. Rechtsextremismus sei nicht das bestimmende Thema, dieser habe im Vergleich zum Linksextremismus sogar abgenommen. Dafür zählt er Statistiken auf. Insbesondere die Gewaltbereitschaft unter Migranten sei sehr hoch. Ein Paradebeispiel liefere der Fall Chemnitz. Es sei eben kein Rechtsextremist gewesen, der Daniel H. abgestochen habe, sondern ein Migrant.

Urban und Kaess wollen beide mit Zahlen argumentieren und verheddern sich. Sie stolpern darüber, dass in den Polizeistatistiken nicht genau differenziert wird, welcher Tatbestand eine rechte Gewalttat darstellt. Auch können sie sich nicht auf die genaue Anzahl von rechtsextremen Teilnehmern der Demonstrationen in Chemnitz einigen. Vielleicht ist das Interview über Kriminalität symptomatisch dafür, wie schlecht rechte Gewalt in den letzten Jahren dokumentiert wurde,  und warum man so lange nicht darüber gesprochen hat.

Wir wollen nicht, dass die Diskussion über Rechtsextremismus überschattet, dass wir ein starkes Anwachsen von Migranten-Kriminalität haben. In Chemnitz ist gerade ein Familienvater aus nichtigem Anlass abgestochen worden, und darüber möchten wir reden. Wir möchten nicht über das alte Problem Rechtsextremismus reden. Der ist da.”

Der Beitrag wird empfohlen von: Elena Reger

 

Wir empfehlen folgende Beiträge für alle Leser, die selbstständig zu den sinkenden Zahlen rechtsextremer Gewalttaten nachrecherchieren möchten

  • Die TAGESSCHAU schreibt, dass 2017 weniger Angriffe gegen Muslime registriert wurden.
  • Auch Kordula Doerfler schreibt in der  FRANKFURTER RUNDSCHAU, dass die Angriffe auf Schutzsuchende zurückgegangen seien, findet die Zahl aber noch erschreckend hoch.
  • Ähnliche Statistiken legt auch das ZDF vor.

 

 

Wer steckt dahinter?

Jörg Urban
Kommt aus:Meißen
Politische Position:AfD
Arbeitet für/als:Wasserbauingenieur und Fraktionsvorsitzender der AfD im Dresdner Stadtrat und im sächsischen Landtag
Was Sie noch wissen sollten:Urban war früher Landesgeschäftsführer der Grünen Liga Sachsen und hat sich gegen den Bau der Dresdner Waldschlößchenbrücke engagiert. Dann folgte der politische Kurswechsel, Urban trat 2013 in die AfD ein und wurde 2018 zum Fraktionsvorsitzenden gewählt. Damit tritt er die Nachfolge von Frauke Petry an. Statt wie Petry den Abstand zu Pegida zu wahren, will er nun mit Pegida stärker zusammenarbeiten.
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