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Lasst uns liberale Patrioten werden!
Lasst uns liberale Patrioten werden!
( Link zum Originalbild | Urheber: Fronteiras do Pensamento | Flickr.com | CC BY-SA 2.0)

Das Argument in Kürze:

Der renommierte Politikprofessor Francis Fukuyama glaubt fest daran, dass man rechtem Nationalismus etwas entgegensetzen kann. Wenn Bürger einen der wichtigsten Bausteine aus dem liberalen Demokratieverständnis hochhalten, nämlich, dass jeder vor dem Gesetz gleich ist, dann müssen sie sich als Anhänger eines Gemeinwesens und nicht als Anhänger einer Ethnie oder Religion sehen. Das Einstehen für einen liberalen Patriotismus anstatt die pure Ablehnung eines rechten Nationalismus ist daher die Lösung.

Nationalismus ist ein klassisches thymotisches Phänomen – man zelebriert die gemeinsame kulturelle Identität

Francis Fukuyama geht im Interview weit zurück zu den Anfängen der Ideengeschichte. Er beginnt bei Platon. Der meinte, dass der Mensch nicht nur sein eigenes Interesse durchsetzen und materielle Güter anhäufen will, sondern, dass er auch nach Identität und Anerkennung strebt, dem sogenannten Thymos. Wenn der Thymos nicht befriedigt wird, entwickeln sich starke Ressentiments gegen vermeintlich erfolgreichere Gruppen. So etwa sei der der Faschismus, der religiöse Fundamentalismus oder eben der rechte Nationalismus entstanden.

Diese Vorstellungen könne man aber aufbrechen, indem man die Menschen nicht mehr einer bestimmten Ethnie, Religion oder einem Geschlecht zuordne. Stattdessen müsse der Einzelne über die Gruppe gestellt werden. Das passiere beispielsweise in Republiken wie Frankreich.

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