Warum sind die Rechten im Osten so erfolgreich?
Warum sind die Rechten im Osten so erfolgreich?
Link zum Originalbild | Urheber: Ulrich Häßler, Bundesarchiv, Bild 183-1989-1113-050 | Wikimedia Commons | CC BY-SA 3.0 DE

Der Beitrag in Kürze:

Pegida, NPD, AfD —  Bewegungen aus dem rechten Spektrum sind in den neuen Bundesländern erfolgreicher als im Westen. Aber weshalb? Klaus Schroeder leitet den Forschungsverbund „SED Staat“ an der Freien Universität Berlin. Er meint: Viele der Mitläufer in Ostdeutschland begreifen ihren Protest als Fortsetzung der Demonstrationen im Spätherbst 1989. Damals forderten die Menschen ein Ende der Bevormundung durch die herrschende SED. Heute richten sie sich gegen die gefühlte Bevormundung durch die Bundesregierung und die Grünen.

Um diese Kontinuität zu erklären, lenkt Schroeder den Blick in die Vergangenheit. Dabei geht es ihm um drei Punkte:

Die mentalen Folgen der Diktatur

Margot Honecker, die Ministerin für Volksbildung der DDR, zitiert er mit den Worten: „Wir wollen einen Mensch erziehen, der ein Kollektivmensch unserer Zeit ist, der weit mehr für das gesellschaftliche Leben als für seine persönlichen Interessen lebt“.

Die SED habe bereits bei der Kindererziehung darauf abgezielt, den individuellen Willen der Menschen zu brechen und sie zu funktionierenden Zahnrädern des propagierten Kollektivs zu formen. Die Folge: politische Apathie. Die zeige sich auch heute noch in einem Misstrauen der ehemaligen DDR-Bürger gegenüber Demokratie. Die Menschen betrachteten sich nach wie vor von „denen da oben“ übergangen.

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