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Tiere werden massenhaft aussterben
Tiere werden massenhaft aussterben

Argument in Kürze:

Massenhaft Tiere werden durch die Folgen des Klimawandels aussterben. In diesem Jahr zeigte sich das besonders drastisch an den Fischen, berichtet die Journalistin Stephanie Göing für die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG. Die langen Hitzephasen haben den Sauerstoff in den Gewässern stark reduziert. Zu stark für viele Fischarten. So wurden tonnenweise tote Fische aus Elbe, Rhein und anderen Wasserverläufen geborgen, schreibt Göing.

Wenn die Sommer immer wärmer werden, sind Fische und andere Tierarten ernsthaft bedroht

Bis auf karibische 28 Grad haben sich in den letzten Wochen einige Flüsse in Deutschland erwärmt. Da wärmeres Wasser weniger Sauerstoff enthält als kühles, sind Fische in großen Mengen verendet. Normalerweise gebe es tief unten eine Schicht mit kühlerem Wasser, in die sich Fische zurückziehen könnten, sagt Herwig Stibor von der LMU München. In diesem Sommer hätten sich aber auch diese Schichten erwärmt. Darüber hinaus trockneten manche Seitenarme ganz aus oder wurden von den Hauptflüssen abgeschnitten. Viele Fische verendeten, sie konnten nicht ausweichen.

Die warmen Gewässer bergen noch andere Gefahren. Die Blaualge vermehrt sich bei hohen Wassertemperaturen rasant. Da sie Giftstoffe produziert, wird sie den Fischen zusätzlich gefährlich. Aber auch den Menschen, denn die Stoffe verseuchen auch das Trinkwasser.

Die langen Hitzeperioden und die Dürre sind Folgen des Klimawandels und schaden dem Fischbestand massiv. Aber es geht nicht nur um Fische. Auch andere Tierarten in Deutschland sind vom Klimawandel betroffen. Das Bundesamt für Naturschutz bezeichnet den Zustand der Artenvielfalt in Deutschland als alarmierend und hat ein Drittel aller Tierarten auf die Rote Liste gesetzt. Der Handlungsbedarf ist dringend.

„Zusätzlich zur Sommerhitze lassen industrielle Nutzungen der Fließgewässer, etwa zum Kühlen von Kraftwerksanlagen, die Wassertemperaturen steigen. Von 28 Grad an dürfen Betriebe das Wasser des Rheins nur noch mit Ausnahmegenehmigung nutzen. Die Umweltministerin von Rheinland-Pfalz, Ulrike Höfken, fordert die Industrie derzeit auf, alle Möglichkeiten einer Rückkühlung zu nutzen und, falls nötig, die Produktion zu drosseln.“

Weitere Leseempfehlungen:

  • Die Fotostrecke des WWF zeigt Beispiele für Tiere, die vom Klimawandel betroffen sind

  • Die Berliner Morgenpost berichtet über eine Studie des WWF, die das Massensterben der Tiere dokumentiert.

Dieser Beitrag wird empfohlen von: Elena Reger.

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