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Millionen Menschen werden aus ihrer Heimat flüchten müssen
Die Landwirtschaft wird Milliarden-Verluste einfahren

Das Argument in Kürze:

Eine neue Studie der WORLD BANK GROUP hat ergeben: Bis 2050 werden über 140 Millionen Menschen aus Südasien, Lateinamerika und Subsahara-Afrika aufgrund des Klimawandels ihre Heimat verlassen müssen. Zwar würden sie zunächst noch innerhalb des jeweiligen Landes migrieren. Trotzdem sollten wir damit rechnen, dass langfristig mehr Menschen gen Norden ziehen – und eventuell auch nach Deutschland kommen.

Klima-Migration wird zu Konflikten führen

Die Autoren der Studie zählen mehrere Faktoren auf, die Menschen in die Flucht treiben werden. Darunter sind Wasserknappheit, Missernten, steigende Meeresspiegel und Sturmfluten, die bestimmte Regionen schlechter bewohnbar machen. Problematisch sei, dass in Südasien, Lateinamerika und Subsahara-Afrika sowieso schon viele Menschen aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen innerhalb ihres Landes migrieren. Migration und die damit einhergehende Konkurrenz um knapper werdende Ressourcen führe zu Konflikten. Diese Spannungen würden sich deutlich verschärfen, wenn die Zahl der Flüchtenden durch den Klimawandel noch zusätzlich steigt. Um das zu vermeiden, müssten wir jetzt aktiv werden, warnt die WORLD BANK. Wir sollten auf globaler Ebene Treibhausgasemissionen senken und nachhaltige Entwicklungsstrategien in den betroffenen Regionen umsetzen, fordern die Wissenschaftler. Durch diese Maßnahmen könnte die Zahl der Flüchtenden um mehr als 80 Prozent sinken.

„‚Ohne richtige Planung und Unterstützung könnten Menschen, die aus ländlichen Gegenden in die Städte migrieren, neuen und noch gefährlicheren Risiken gegenüberstehen’, sagte die Leitung der Studie Kanta Kumari Rigaud. ‚Wir könnten steigende Spannungen und Konflikte als Resultat von Druck auf knappwerdende Ressourcen sehen. Aber das muss nicht die Zukunft sein. Obwohl interne Klima-Migration langsam Realität wird, wird sie keine Krise darstellen, wenn wir jetzt richtig planen.‘“

Wer wenig Zeit hat, kann in diesem knappen Beitrag des TAGESSPIEGELS mehr über die Inhalte der Studie erfahren.

Der Beitrag wird empfohlen von: Stephanie Berens.

Wer steckt dahinter?

World Bank Group
Kommt aus:Washington D.C.
Was Sie noch wissen sollten:Die World Bank Group ist ein seit 1944 bestehender Zusammenschluss aus fünf internationalen Institutionen. Ihr Ziel ist, weltweit Armut durch finanzielle und technische Unterstützung Betroffener zu bekämpfen. Der Arzt und Anthropologe Jim Yong Kim ist seit 2012 Präsident der Organisation. Der Hauptsitz liegt in Washington D.C., allerdings betreibt die World Bank über 120 Standorte weltweit.
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