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Zahlt Trump seinen Mitarbeitern im Weißen Haus Bestechungsgeld?
Zahlt Trump seinen Mitarbeitern im Weißen Haus Bestechungsgeld?

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

der nächste Skandal um US-Präsidenten Donald Trump ist in vollem Gange und er ist wenig überraschend. In einem neuen Buch Unhinged beschreibt die ehemalige Mitarbeiterin des Weißen Hauses Omarosa Manigault Newman Trump als rassistischen, frauenfeindlichen Narzissten, der seine Impulse nicht kontrollieren könne, schwere Aufmerksamkeitsdefizite habe und Zeichen des mentalen Verfalls zeige. Ob ihre Behauptungen alle wahr sind, wird sich noch zeigen – bisher hat sie zwei Tonbandaufnahmen veröffentlicht, die einige ihrer Aussagen bestätigen.

Die Reaktionen auf Manigault Newmans Enthüllungen sind gemischt. Trump selbst reagierte mit mehreren Tweets, in denen er seine Ex-Mitarbeiterin unter anderem als „durchgeknallt“ und als „Hund“ beschimpft. Andere Twitter-Nutzer verurteilten Trumps Sprache gegenüber der Afroamerikanerin als rassistisch – dem schloss sich auch die NY TIMES an. Der GUARDIAN forscht nach, ob es überhaupt legal war, dass Manigault Newman die Tonbandaufnahmen angefertigt hat.

Der Journalist Paul Waldman knöpft sich in der WASHINGTON POST ein Detail vor, das andere bisher nicht so genau beleuchtet haben: Die Verschwiegenheitserklärung, die Manigault Newman nach Verlassen des Weißen Hauses unterschreiben sollte und die 15.000 Dollar, die sie monatlich (!) für ihr Schweigen bekommen hätte. Diese von Manigault Newman veröffentlichte Erklärung beinhaltet eine Verunglimpfungsklausel, nach der sie öffentlich nicht schlecht über Trump, seine Kampagne, seine Unternehmen oder seine Familie reden dürfe. Waldman findet diese Erklärung alarmierend und fragt sich, ob etwa noch mehr Mitarbeiter im Weißen Haus derartige Klauseln unterschrieben haben. Trump sei schließlich bekannt dafür, schon während seiner Zeit als Unternehmer und während des Wahlkampfs seine Mitarbeiter und sogar freiwillige Helfer dazu zu verpflichten, nur Gutes über ihn zu verbreiten. Derartige Erklärungen unterschreiben zu lassen sei keine Standardpraktik im Weißen Haus – und vor allem deshalb schockierend, weil Angestellte des Weißen Hauses eigentlich nicht für den Präsidenten arbeiten, sondern für den Staat.

„In anderen Worten: Das Wichtigste, was man tun kann, ist Trump mit Lob zu überschütten – es ist wichtiger als seinen Job gut zu machen, ein positives Arbeitsklima zu schaffen oder nicht ständig daran zu arbeiten, amerikanische Interessen zu untergraben.“

Hier entlang zum Originalartikel.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Stephanie Berens
Kommt aus:Deutschland
Politische Position:Versteht sich als Feministin und interessiert sich für Gender und Queer Studies.
Arbeitet für/als:Studiert Amerikanistik im Master an der LMU München und ist Redakteurin bei The Buzzard.
Was Sie noch wissen sollten:Schreibt für das Münchner Studentenmagazin „unikat“ und hat bei The Buzzard sowie bei der Sedona Red Rock News in den USA Praktika absolviert.
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