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Die Städte verlieren ihren Charme, wenn es in ganzen Vierteln nur noch um Profit geht
Die Städte verlieren ihren Charme, wenn es in ganzen Vierteln nur noch um Profit geht

Das Argument in Kürze:

Die Gentrifizierung nimmt vielen Orten ihren Zauber. Einzelne Stadtteile werden touristischer, die Mieten steigen. Viele Anwohner müssen deswegen ihren Stadtteil verlassen. Die HESSISCHE NIEDERSÄCHSISCHE ALLGEMEINE zeigt, wie es für Bewohner ist, wenn sie aus ihrem Stadtteil vertrieben werden.

Stadtzentren als Gelddruckmaschinen

Barcelona, Berlin, Paris, Amsterdam und London: Tourismus zu Lasten der Einwohner plagt viele Städte. Statt bezahlbarer Wohnungen werden schicke Hotels und Ferienwohnungen gebaut. In Barcelonas gotischem Viertel lebten 2006 noch 27.470 Menschen dauerhaft, Ende 2015 waren es laut Stadtverwaltung nur noch 15.624.  Innerhalb von zwei Jahren ist laut dem Beitrag die durchschnittliche Miete pro Quadratmeter von 14,4 auf 19 Euro gestiegen. Die HESSISCHE NIEDERSÄCHSISCHE ALLGEMEINE schreibt über einen von jenen, die ihr Viertel deshalb verlassen mussten. Der 76-jährige Manuel Mourelo konnte sich die Miete im gotischen Viertel Barcelonas nicht mehr leisten. Der Soziologe Daniel Sorando spricht in dem Zusammenhang sogar von „Stadtzentren, die sich als Gelddruckmaschinen begreifen, während die arbeitende Bevölkerung daraus vertrieben wird.“

In Berlin gibt es deswegen seit 2014 das sogenannte Zweckentfremdungsverbot, um unter anderem Airbnb Einhalt zu gebieten. Wohnungen dürfen dort nur noch mit Genehmigungen des Bezirks an Touristen vermietet werden. Auch Paris, London und Amsterdam planen stärkere Regulationen.

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