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China hält bis zu drei Millionen Uiguren in Umerziehungslagern fest
China hält bis zu drei Millionen Uiguren in Umerziehungslagern fest
Link zum Originalbild | Urheber: Tom Thai | Wikimedia Commons | CC BY-SA 2.0

Der Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

in Bayern ist ein Uigure wegen einer Behördenpanne offenbar rechtswidrig nach China abgeschoben worden. Am dritten April 2018 hätte der Mann seinen Asylfolgeantrag mündlich begründen müssen. Dazu kam es wegen seiner Abschiebung nie. Offenbar ist das entsprechende Fax, das das BAMF an die zuständige Ausländerbehörde in München angeblich sendete, nie angekommen. Seitdem der Mann in China angekommen ist, gibt es kein Lebenszeichen von ihm. Er hätte nicht abgeschoben werden dürfen, denn Uiguren in China sind in ihrer Existenz bedroht.

Die Uiguren sind eine ethnische Gruppe in China, die meisten von ihnen sind Muslime. In China erfahren sie schwere Verfolgungen. Ein großer Teil von ihnen wird ohne Anklage, Gerichtsverfahren oder Einspruchsmöglichkeit in politische Umerziehungslager gesteckt. Bis zu drei Millionen Einwohner der Autonomen Uigurischen Region Xinjiang, der größte Teil davon ethnische Uiguren, könnte nach Berechnungen aktuell in politische Umerziehungsmaßnahmen gezwungen werden. Etwa eine Millionen Uiguiren seien in Umerziehungslagern inhaftiert. Der Vorwurf der chinesischen Regierung: Die Inhaftierten hätten „starke religiöse Ansichten“ und „politisch inkorrekte Ideen“. Das berichten lokale Nichtregierungsorganisationen. Die Daten haben sie in Interviews mit dutzenden Einwohnern uigurischer Dörfer zwischen Juli 2017 und Juli 2018 ermittelt. Offiziell bleibt die Zahl der Inhaftierten in den Camps ein wohl gehütetes Geheimnis, die chinesische Zentralregierung hat ihre Existenz nicht öffentlich anerkannt. Eine Quelle habe den Organisationen jedoch erzählt, dass „ganze Dörfer von jungen und Menschen mittleren Alters leer seien und nur die Alten zurückblieben“.

Dolkun Isa, the president of the World Uyghur Congress (WUC) exile group, told RFA’s Uyghur Service on Friday that the international community must step up to halt what he called “horrific crimes against humanity” in Xinjiang. The international community had come together as one after the World War Two to condemn the Holocaust and had pledged ‘Never Again!’—promising that such ethnic cleansing and mass murders based on ethnicity, race and religion never happen again. Yet, we are witnessing the early signs of ethnic cleansing of the Uyghur people in their own homeland by the Chinese government,” added Isa.“

 

Hier entlang zum Originalartikel.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Thema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Alisa Sonntag
Kommt aus:Ursprünglich aus dem Raum Chemnitz, aktuell in Leipzig.
Politische Position:Arbeitet bei THE BUZZARD, weil sie möglichst viele Menschen ermutigen möchte, die eigene Filterblase ab und an mal zu verlassen.
Arbeitet für/als:Studiert in Halle an der Saale "Multimedia und Autorschaft" und "International Area Studies" im Master. Arbeitet unter anderem für The Buzzard, die Mitteldeutsche Zeitung und die Freie Presse Chemnitz als freie Journalistin.
Was Sie noch wissen sollten:Hat ihr Bachelorstudium in Politik- und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen.
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