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Was wir kaufen, verändert die Welt
Was wir kaufen, verändert die Welt

Das Argument in Kürze:

Wir als Konsumenten sind durchaus verantwortlich für moderne Sklaverei, schreibt der WELT-Politikredakteur Marcel Leubecher. Die Wirtschaft reagiere auf die Ansprüche der Verbraucher – somit könnten sie die Produktion in Unternehmen beeinflussen.

Konsumenten müssen Unternehmen zur Verantwortung ziehen

In den Wohlstandsgesellschaften steige das Interesse an ethischem Konsum – trotz der vielen „Schwärmer, Ethikstreberinnen und moralischen Lackaffen“, die Leubecher mit Fairem Handel und Bioläden assoziiert. Weil Konsumenten immer mehr Wert auf ethische Standards bei der Produktion legen, ziehen die Unternehmen nach, um ein gutes Image zu wahren. Leubecher betont, dass die Politik in einer globalisierten Wirtschaft kaum Einfluss auf Unternehmen ausüben kann – stattdessen müssten wir als Konsumenten diese Aufgabe übernehmen. Den Kapitalismus als Ursache der schlechten Arbeitsbedingungen zu kritisieren, sei der falsche Ansatz, findet Leubecher. Stattdessen müsse man die Unternehmen selbst als Verursacher zur Verantwortung ziehen – und zu ethischer Produktion erziehen.

„Viel erfreulicher ist aber, dass auch die etablierten Hersteller sich den neuen Konsumbedürfnissen zunehmend anpassen: Der Kunde ist König. Wenn er einem Unternehmen, dessen Geschäftsmodell ihm nicht gefällt, nichts mehr abkauft und zu Konkurrenten wechselt, die seine Ansprüche besser erfüllen, können sich ganze Branchen wandeln.“

Dieser Beitrag wird empfohlen von Stephanie Berens.

Wer steckt dahinter?

Marcel Leubecher
Kommt aus:Deutschland
Arbeitet für/als:Politikredakteur bei der WELT
Was Sie noch wissen sollten:Leubecher arbeitete früher für das HAMBURGER ABENDBLATT. Er twittert unter @LeubecherX und schreibt über Migration und die Linkspartei.
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