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Der Zusammenhang zwischen Flüchtlingskrise und moderner Sklaverei
Der Zusammenhang zwischen Flüchtlingskrise und moderner Sklaverei

Das Argument in Kürze:

Während sich die mediale Aufmerksamkeit auf Schlepper im Mittelmeer konzentriert und auf die Frage, wie Europa überhaupt mit der steigenden Zuwanderung umgehen soll, bleibt der Zusammenhang zwischen moderner Sklaverei und Geflüchteten weitgehend unbemerkt. Denn die steigende Zahl an Einwanderern mache Lohndumping noch einfacher als zuvor, schreibt Susanne Kaiser für die ZEIT.

Sinkende Löhne durch mehr Konkurrenz um Arbeit

Kaiser liefert einen interessanten Einblick in die Funktionsweise der modernen Sklaverei. Arbeiter würden häufig durch Schulden an ihre Arbeitgeber gebunden: Zusätzlich zu extrem niedrigen Löhnen kämen hohe Gebühren für eine Unterkunft, den Transport zur Arbeit oder eine Lizenz, um ohne Papiere überhaupt arbeiten zu dürfen. Auch Fehler während der Arbeit würden vom Lohn abgezogen. Viele der Arbeiter seien zu arm, um sich gegen schlechte Arbeitsbedingungen wehren zu können – Einwanderer ohne Papiere hätten Angst, entdeckt zu werden. Durch die steigenden Einwanderungszahlen würden nun mehr Menschen um Arbeit konkurrieren – das mache Lohndumping noch einfacher.

Verantwortlich dafür, dass moderne Sklaverei fortbestehen könne, seien laut Kaiser viele: Politiker und Behörden, die wegschauen würden, Konsumenten, die möglichst billig einkaufen möchten und die Industrie, die möglichst billig produzieren wolle,

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