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Trumps Sparpolitik schränkt die Menschenrechtsarbeit der UN ein
Trumps Sparpolitik schränkt die Menschenrechtsarbeit der UN ein

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

unter dem Motto „America First!“ arbeitet die US-Regierung von Donald Trump fieberhaft daran, Ausgaben einzusparen. Die Auswirkungen dieser Sparpolitik sind spürbar: Europa muss sich Gedanken über eine von den USA unabhängigen Verteidigungspolitik machen, das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge gerät in finanzielle Engpässe und lokale Hilfsorganisationen in Syrien stehen mit leeren Taschen da.

Ein Beitrag der News York Times zeigt, wie die Sparpolitik der USA darüber hinaus grundsätzlich die Arbeit der Vereinten Nationen (UN) verändern könnte. Denn offenbar ist die Regierung in Washington bereit, Zugeständnisse in punkto Menschenrechtsarbeit zu machen, um ihre Budgetkürzungen umzusetzen. Konkret geht es um einen Vorstoß Chinas und Russlands, die rund 200 Arbeitsplätze im Bereich der UN-Friedensmissionen streichen wollen. Es handelt sich dabei um Stellen, die mit Menschenrechtsarbeit und der Prävention von sexuellen Übergriffen in Verbindung stehen — angesichts der zahlreichen Fälle sexueller Übergriffe von Blauhelmsoldaten ein brandaktuelles Thema. Die Pläne sehen unter anderem vor, die Hälfte des Budgets für Menschenrechtsarbeit im Rahmen der UN-Friedensmission in der Demokratischen Republik Kongo zu streichen. Die USA stellen beinahe ein Drittel des jährlichen Budgets für UN-Friedensmissionen, entsprechend abhängig sind die UN von der Regierung in Washington. Der Kurswechsel unter Donald Trump zeigt alarmierend, welche Folgen diese Abhängigkeit mit sich bringen kann. Der Beitrag endet mit einem Appell des Leiters der UN-Abteilung von Human Rights Watch:

“The U.S. shouldn’t allow itself to become a silent partner of Russia and China in their crusade to dismantle the U.N.’s human rights infrastructure job by job, simply to be able to say it helped cut U.N. peacekeeping budgets.“

 

Hier entlang zum Originalbeitrag.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Lars Hauch
Kommt aus:Münster, Deutschland
Politische Position:Gegen eurozentristische Betrachtung der muslimischen Welt, gegen machtverschleiernde Ideologien, für soziale Nachhaltigkeit
Arbeitet für/als:Schreibt als freier Journalist über Islamismus und Sicherheitspolitik im Mittleren Osten, u.a. für Middle East Eye, Krautreporter, Internationale Politik und Gesellschaft, Blätter für deutsche und internationale Politik. Seit kurzem recherchiert und schreibt er auch für The Buzzard.
Was Sie noch wissen sollten:Studierte International Development Studies an der Universität Wien und Politikwissenschaften an der Universität Münster
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