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Die deutsche Alkohollobby ist zu stark
Die deutsche Alkohollobby ist zu stark
( Link zum Originalbild | Urheber:Michael Lucan | Wikimedia Commons | CC BY-SA 3.0 )

Das Argument in Kürze:

Es ist kein Geheimnis, wie gefährlich Alkohol ist. Politiker wissen auch, was gegen übermäßigen Alkoholkonsum zu tun ist. Und doch tun sie nichts. Das liegt daran, dass die Alkoholindustrie in Deutschland intensiven Einfluss auf die Politik nimmt. Sie tut alles, um entsprechende Maßnahmen zu verhindern, schreiben Sanaz Saleh-Ebrahimi und Daniel Drepper für CORRECTIV.

Geheime Briefe und Forschung „auf Armlänge“

Fehltage am Arbeitsplatz, Polizeieinsätze, medizinische Behandlungen: Alkohol kostet die Gesellschaft jedes Jahr 60 Milliarden Euro. Doch die Industrie tut alles dafür, den Alkoholkonsum in Deutschland weiter zu fördern. Mit ERAB, der European Foundation for Alcohol Research, hat sie ihr eigenes Forschungsinstitut gegründet. So finanziert die Lobby Studien, die die positiven Effekte von Alkohol erforschen sollen. Dabei sind sich unabhängige Forscher einig, dass der Alkoholkonsum reduziert werden müsste.

Doch Biertrinken signalisiert Volksnähe. Deswegen setzt sich kaum ein Politiker für eine strengere Regulierung des Alkoholkonsums ein. Ganz im Gegenteil: Bekannte Politiker wie Norbert Lammert, Peter Altmaier, Horst Seehofer und Cem Özdemir haben sich vom Deutschen Brauerbund zum Botschafter des Bieres küren lassen. Den bestimmt die Lobbyorganisation einmal im Jahr. Im Gegenzug für die kostenlose Werbung darf natürlich auch die Bierlobby bei der Gesetzgebung ein Wörtchen mitreden,

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