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Deshalb ist die Alkohol-Lobby stärker als die Tabak-Lobby
Deshalb ist die Alkohol-Lobby stärker als die Tabak-Lobby

Das Argument in Kürze:

Anders als bei Tabakprodukten werden alkoholische Getränke in Deutschland nicht abschreckend gekennzeichnet oder mit weiträumigen Werbeeinschränkungen belegt. Auch die Steuern auf alkoholische Getränke sind im europäischen Vergleich eher niedrig. Grund dafür ist, dass deutsche Politiker ähnlich strenge Regelungen wie für Tabakprodukte verhindern, schlussfolgert die freie Journalistin Karen Grass nach ihren Recherchen für CORRECTIV.

Kurze Wege zwischen Alkoholindustrie und Politik

Auch wenn sich heute kaum noch jemand daran erinnert: Lange war auch die Werbung für Tabakprodukte geradezu selbstverständlich im Fernsehen, in Printmedien und auf der Kinoleinwand. Das änderte sich erst, nachdem ab Mitte der 90er Jahre die EU begann, Tabakwerbung stärker zu begrenzen. Ein Ergebnis dessen kennt heute fast jeder, auch wenn er nicht raucht: die schwarz umrahmten Warnhinweise auf Zigarettenschachteln und anderen Tabakerzeugnissen.

Dass es beim Alkohol (bisher) nicht ähnlich gelaufen ist, liegt laut Karen Grass vor allem am Einsatz deutscher Politiker gegen strengere Regulierungen. Wieder und wieder haben sich Politiker aus Deutschland gegen strengere Regeln gewehrt. Als Begründung für ihre Ablehnung berufen sie sich unter anderem auf Besonderheiten in Tradition und Kultur einiger Mitgliedsstaaten. Im Falle Deutschlands seien hierfür die Verbindungen der Alkoholunternehmen zu Politikern ausschlaggebend; in anderen wichtigen EU-Ländern wie Frankreich oder Italien sei dieser Industriezweig zudem ein wichtiger Arbeitgeber.

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