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Wenn der Feminismus zum Handlanger des Kapitalismus wird
Wenn der Feminismus zum Handlanger des Kapitalismus wird

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

noch immer sind wir von der Chancengleichheit von Frau und Mann im Beruf meilenweit entfernt. Kommen Kinder in einer Beziehung ins Spiel ist es häufig die Frau, die lange zu Hause bleibt und sich um die Kinder und den Haushalt kümmert, während der Mann arbeiten geht. Aus feministischer Sicht wird oft angeprangert, die Gleichberechtigung käme nicht voran, wenn Frauen auch künftig zu Hause bleiben.

Theresa Bäuerlein widerspricht dieser These in ihrer Kolumne auf KRAUTREPORTER. Aber nicht nur, weil Frauen selbst entscheiden sollten, wie sie sich verwirklichen, sondern aus einem anderen Grund: Die Aufgaben der „klassischen Hausfrau“, würden nämlich, wenn diese arbeiten geht, einfach nur ausgelagert. Ausgerechnet an andere Frauen in nach wie vor sogenannten „Frauenberufen“, die schlecht bezahlt seien. „Sie putzen unsere Häuser und Wohnungen, arbeiten in Kitas und pflegen unsere Alten“ schreibt Bäuerlein. Der Feminismus, der ausschließlich die „arbeitende Frau“ statt der „Hausfrau“ fordere, sei nicht nur frauenfeindlich, sondern werde auch zum Handlanger der Kapitalismus.

„Es geht demnach gar nicht mehr darum, Frauen und Männern die gleichen Rechte zu verschaffen, sondern die Arbeiten, die früher Frauen gemacht haben, abzuwerten und von denen verrichten zu lassen, die entweder mit so viel Liebe dabei sind, dass sie es freiwillig tun, oder die keine Wahl haben. Der Rest der Bevölkerung wird gleichberechtigt im Interesse der Wirtschaft eingespannt.“

Hier entlang zum Originalartikel.

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Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. Wenn Sie das Thema Feminismus interessiert, finden Sie hier unsere Debattenübersicht zur Frage: „Hilft der Feminismus der Frau von heute?

Wer steckt dahinter?

Clara Lipkowski
Kommt aus:Gebürtig aus Essen, aktuell in Bayern
Arbeitet für/als:Freie Journalistin
Was Sie noch wissen sollten:Lebte studiumsbedingt in Düsseldorf, Berlin und St. Petersburg. Nun berufsbedingt in München. Interessiert am politischem Weltgeschehen, Sprachen, Kultur und der russischen Weite.
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