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Kim Jong-un ist und bleibt ein Monster – seine Politik wird hart und menschenverachtend bleiben
Kim Jong-un ist und bleibt ein Monster – seine Politik wird hart und menschenverachtend bleiben

Das Argument in Kürze:

Die Devise „Wir hatten mit vielen brutalen Diktatoren diplomatische Beziehungen, wenn es unseren Interessen diente, da ist Nordkorea keine Ausnahme”, lässt Noah Rothman nicht gelten. Nein, schreibt der US-Journalist im Magazin COMMENTARY, Kim Jong-un ist nicht irgendein brutaler Diktator unter vielen und Nordkorea ist nicht einfach irgendein Land. Das Land sei ein Gefängnis, mit bis zu 200.000 Gefangenen in Gulags, unter ihnen ganze Familien. Das Regime halte sein ganzes Volk als Geiseln, indoktriniere es fortlaufend. „Dieses Land ist ein einzigartiger Horror”. Ausgeschlossen, dass ein solch brutales Regime an Entspannung interessiert ist.

Trump macht Zugeständnisse von sich aus. Warum also sollte Kim etwas ändern?

Nun aber komme Donald Trump daher und geleite Kim Jong-un beim Treffen in Singapur an der Hand ins Rampenlicht. Damit suggeriere er, Kim und Trump seien als Staatschefs gleichberechtigt. Und mehr noch: Trump mache auch noch Zugeständnisse an Nordkorea, ohne, dass Kim im Gegenzug signalisiere, dass er ernsthafte politische Veränderungen anstoßen wird. Kim habe bekommen, was er will: Internationale Anerkennung, obwohl er ein brutaler Diktator ist. Demnach gibt es keine Notwendigkeit für ihn, im Konflikt mit Südkorea oder in der Nuklearfrage einzulenken.

„Was in Singapur passierte, war eine Schande. Was als Gipfel proklamiert wurde, der das Ende der Krise auf der Koreanischen Halbinsel einleiten sollte, wurde Kim Jong-uns Party zur Einführung in die Gesellschaft. Kim kam in Singapur an und wurde mit großen Fanfaren begrüßt; Paparazzi fotografierten ihn und Schaulustige riefen seinen Namen, als sei er ein Boyband-Frauenschwarm. Der Mann, der seinen Halbbruder, Onkel und eine Exfreundin ermordet hatte, machte Selfies mit demokratischen Personen und tourte durch die Stadt. (…) Donald Trump strahlte, als er die Hände des Wärters des weltweit größten Gefängnisses schüttelte (…) und sagte: ‚Es war eine Ehre‘, ihn zu begrüßen, ihn, Kim, der ein ’sehr talentierter Mann‘ sei.”

Warum wir diesen Artikel empfehlen:

Noah Rothman nutzt in seinem Artikel eindringliche Wörter und Sprachbilder, die dem Leser genau vor Augen führen, wie grotesk der Autor das Treffen Trumps und Kim empfunden hat. Rothmans Text mahnt uns, die Wiederannäherung von Nord- und Südkorea kritisch zu betrachten.

Dieser Beitrag wird empfohlen von: Clara Lipkowski.

Wer steckt dahinter?

Noah Rothman
Kommt aus:New York City
Arbeitet für/als:Buchautor und Mitherausgeber des US-Magazins COMMENTARY, das monatlich erscheint. Dort ist Rothman als Kolumnist für US-amerikanische und internationale Politik und Kultur tätig. Auf Twitter ist er unter @NoahCRothman aktiv.
Was Sie noch wissen sollten:In COMMENTARY werden vor allem Fragen zu Religion, Judaismus, Politik und Kultur besprochen. Das Magazin wurde im November 1945 gegründet und gilt in den USA als sehr einflussreich. Die Herausgeber bezeichnen es als “Flaggschiff des Neokonservatismus”. COMMENTARY will laut eigener “Mission” die Zukunft jüdischer Menschen erhalten und kultivieren, gegen Antisemitismus kämpfen, den Zionismus verteidigen und für den Westen und die USA stehen.
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